Jubiläum
Das Matterhorn leuchtet! Absturzstelle ist rot markiert

Zermatt feiert heute die Erstbesteigung des Matterhorns vor genau 150 Jahren. 50 Lampen von der Hörnlihütte bis zum Gipfel leuchten am Weg der Erstbesteiger. Die Absturzstelle der Seilschaft ist mit einer roten Lampe markiert.

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Am 14. Juli 1865, vor genau 150 Jahren, standen die ersten Menschen auf dem Gipfel des Matterhorns. Am heutigen Jubiläumstag leuchtet die Route der Erstbesteiger mit 50 Lampen.

Eine Lichterkette zeigt den Weg der Erstbesteiger
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Eine Lichterkette zeigt den Weg der Erstbesteiger
In Zermatt verfolgen zahlreiche Menschen das Lichtspektakel
Art Furrer erzählt Geschichten über das Matterhorn
Das Matterhorn bei Tagesanbruch
Die Polizei sperrt den Zugang zum Matterhorn
Rechtzeitig zum Jubiläum wird die neu renovierte Hörnlihütte eingeweiht
Hüttenwart Kurt Lauber
Alt Bundesrat Adolf Ogi stattet der Hörnlihütte einen Besuch ab

Eine Lichterkette zeigt den Weg der Erstbesteiger

Keystone

Keine grosse Überraschung mehr

Ein technischer Fehler hat den Überraschungseffekt von einer der Attraktionen zum Matterhorn-Jubiläum jedoch zunichte gemacht. Statt erst am Montag brannte eine Lichterkette am Berg schon vergangene Woche. Schuld war ein älteres Zeitschaltuhr-Modell.

Die Lampen wurden von einem Helikopter und zwölf Bergsteigern auf den Berg gebracht. Bei der Lichtshow beginnt eine nach der anderen von unten her zu leuchten. Zum Schluss brennen alle Lampen knapp drei Minuten lang. Dreimal pro Abend ist das Spektakel derzeit zu sehen.

«Das Symbol der Schweiz»

Die Erstbesteigung war der Beginn eines regelrechten Matterhorn-Booms: Der 4478 Meter hohe Berg wird zum meistfotografiertesten der Welt.

Noch heute ist das «Horu» der Grund für den florierenden Tourismus in Zermatt. Jährliche wollen es tausende Besucher aus nah und fern sehen. An Spitzentagen erklimmen bis zu 150 Bergsteiger den Gipfel.

«Es ist einfach das Symbol der Schweiz», sagt der Zermatter Gemeindepräsident Christoph Bürgin.

Heute geschlossen!

Die Erstbesteigung endete bekanntlich in einer Tragödie: Vier der sieben Bergsteiger verunglückten beim Abstieg tödlich.

Eine einzige rote Lampe markiert die Unglücksstelle, wo vier Bergsteiger der Seilschaft um den Briten Edward Whymper abstürzten. Diese wurde am Donnerstag noch auf dem Berg installiert.

Über 550 Menschen sind in den letzten 150 Jahren am Matterhorn ums Leben gekommen. Ihnen zu Ehren bleibt das «Horu» am heutigen Jubiläumstag für Bergsteiger geschlossen.

Damit sich keine Alpinisten darüber hinwegsetzen, musste die Polizei in der Nacht auf Dienstag den Berg bewachen. (az/sda)

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