Oetwil

Der nächste Schritt zum Aussichtsturm

Gute Nachrichten für die Initianten eines Aussichtsturms auf dem Altberg ob Oetwil: Die Baubewilligung liegt vor. Und: Die Pro Natura verzichtet auf einen Rekurs. Derweil läuft die Spendensammlung weiter; demnächst ist die Hälfte der notwendigen Gelder zusammen.

Dominique Marty

Zwei Auflagen enthält die Baubewilligung für den Aussichtsturm Altberg, die seit dieser Woche vorliegt: Einerseits sei das Informationskonzept, das die Initianten mit den Jägern ausgearbeitet haben, umzusetzen. Andererseits muss der Verein Aussichtsturm Altberg, der als Bauherr auftritt, beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) ein Gesuch einreichen, damit der Turm auch den Bestimmungen für die Flugsicherheit entspricht.

Denn der Turm, der rund 150 Meter östlich des Restaurants Waldschenke zu stehen kommen soll, überragt mit seinen 30 Metern die Bäume deutlich. «Wir hoffen, dass dieses Gesuch beim Bazl nur eine Formsache ist», sagt Peter Staub, Vereinspräsident und Gemeindepräsident der Furttaler Gemeinde Dällikon.

Rekursfrist noch am Laufen

Noch läuft auf die Baubewilligung eine Rekursfrist. Bei der Ausschreibung hat die Pro Natura Zürich den Baurechtsentscheid angefordert - und damit wäre auch nur sie berechtigt, jetzt einen Rekurs einzulegen. «Wir werden auf einen Rekurs verzichten», sagt André Welti von der Pro Natura auf Anfrage. «Die Erfolgschancen für eine Beschwerde sind zu gering», begründet er diesen Entscheid.

Derweil laufen im Limmattal und im nördlich angrenzenden Furttal die Spendenaktionen auf Hochtouren. «Die magische Hälfte der benötigten 550 000 Franken haben wir noch nicht überschritten», sagt Peter Staub dazu. Der Spendenstand betrage derzeit 211 000 Franken.

Kuchen für die Spender

Eine besondere Spendenaktion hat sich derweil die 16-jährige Fabienne Wöll aus Dällikon ausgedacht. Sie installierte im Zentrum des Dorfes einen Stand und offerierte Spendern Kaffee und Kuchen. «Die Aktion habe ich für ein Schulprojekt realisiert», erklärt die Schülerin.

Für ihre Abschlussarbeit im Schulhaus Petermoos hat sie sich das Thema Spenden gesetzt und die Aktion mit ihrer Freundin Svenja Bertschi umgesetzt. Zu Hause backte sie zwei Zitronenkuchen, eine Rüebli- und eine Schokoladentorte. In Thermoskannen füllte sie Kaffee ab. Vom Verein erhielt sie zudem das Modell des Turmes für den Stand.

Vorfreude auf die Eröffnung

«Die Leute blieben gerne bei mir stehen», erinnert sie sich. Insgesamt 300 Franken sammelte sie mit ihrer Spendenaktion, zudem verkaufte sie einer Person eine Trittspende in der Höhe von 500 Franken. «Eine Wiederholung dieser Aktion ist nicht geplant, aber ich freue mich, den Aussichtsturm zu besuchen, wenn er endlich steht», sagt Fabienne Wöll.

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