Astronomie
Der Supermond erscheint in blutrotem Licht – die schönsten Bilder!

Das Frühaufstehen hat sich gelohnt: Der Mond zeigte sich auch am Schweizer Nachthimmel in seinem seltenen Gewand: Während mehr als einer Stunde war er in blutrotes Licht getaucht.

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Leser Hannes Bossard aus Reinach BL hat das Spektakel vom Anfang bis zum Ende mitverfolgt und fotografiert
29 Bilder
Auch Leser Robin Heizmann hat das Spektakel komplett mitverfolgt
Leser Matthias Frei schreibt uns: «Blutmond über dem Schloss Lenzburg – Kurz vor 6 Uhr wurde der Drache auf Schloss Lenzburg durch den Blutmond und die richtige Standortwahl prächtig in Szene gesetzt. Leichter Dunst perfektionierte die schaurig-schöne Stimmung.»
Leserin Anita Simon fotografierte den Blutmond in Feldbrunnen
«Nächtliche Grüsse aus Subingen», schreibt Leser Claude Müller
«Mondfinsternis über Speuz», schreibt Ruedi Döbeli, als er um 5 Uhr morgens den Superblutmond fotografierte.
Der Supervollmond begeisterte Millionen von Menschen - fotografiert in Lissabon, Portugal
Der Supermond
Der blutrote Supermond in Wiesbaden
Der Supermond fotografiert in Herbetswil SO
Der Supermond fotografiert in Herbetswil SO.
Der Supermond fotografiert in Herbetswil SO
Der Supermond fotografiert in Herbetswil SO
Ein Foto aus Tempe in Arizona
Hildesheim, Deutschland
Paris, Frankreich
Paris, Frankreich
Damaskus, Syrien
Ein Bild aus Portugal
Cape Town, Südafrika
Der Supermond mit dem Washington Monument
Der Supermond fotografiert in Strong City, USA
Immer wieder veränderte sich der Mond
Turets, Weissrussland, unweit der Hauptstadt Minsk
Nicht alle hatten schönes Wetter - ein Bild aus Deutschland
Ein Bild von Leser Yasin Emer

Leser Hannes Bossard aus Reinach BL hat das Spektakel vom Anfang bis zum Ende mitverfolgt und fotografiert

Leserfoto / Hannes Bossard

Am Himmel hat sich in der Nacht auf Montag ein Naturspektakel abgespielt: Im Zuge einer totalen Mondfinsternis dunkelte der Erdtrabant kontinuierlich ab und wurde in rotes Licht gehüllt. Das Blutmond-Phänomen war in der Schweiz gut zu sehen.

Hochnebel machte zwar in einigen Teilen der Schweiz jenen einen Strich durch die Rechnung, die wach geblieben waren, um das seltene Naturschauspiel zu verfolgen, das ab 3.07 Uhr begann. So lag in Genf, Lausanne, im Berner Oberland, aber auch in der Zentralschweiz, der Napf-Region, im Oberengadin und im Tessin während der Mondfinsternis Hochnebel, wie der Wetterdienst MeteoNews mitteilte.

Dagegen war im Mittelland sowie besonders am Nordrand der Schweiz dank tiefer Luftfeuchtigkeit gut zu sehen, wie der Mond nach und nach den Kernschatten der Erde durchquerte. Gegen 4.00 Uhr war die Mondscheibe voll in den Erdschatten eingetaucht und blieb dort in einem geisterhaft roten Licht bis 5.23 Uhr sichtbar.

Tritt der Mond in den Kernschatten der Erde, wird er von der Sonne nicht beleuchtet. Um vier Uhr standen Erde, Sonne und Mond genau hintereinander.

Tritt der Mond in den Kernschatten der Erde, wird er von der Sonne nicht beleuchtet. Um vier Uhr standen Erde, Sonne und Mond genau hintereinander.

Thinkstock; Grafik: Nch/mta

Der Erdtrabant erschien rot, weil es wegen der Lichtbrechung in der Erdatmosphäre auch im Kernschatten nicht ganz dunkel war. Rotes Sonnenlicht wird in der Erdatmosphäre stärker gebrochen als etwa blaues Licht. Deshalb fällt das rötliche Sonnenlicht auf den Vollmond und lässt ihn rötlich schimmern.

Kurz vor dem Höhepunkt der Mondfinsternis stand der Mond nur 356'877 Kilometer von der Erde entfernt. Das ist die geringste Distanz des ganzen Jahres. Deshalb erschien die Mondscheibe in Erdnähe besonders gross. Fachleute sprechen von einem Supermond. Auf Twitter wurde in der Nacht der Hashtag SuperBloodMoon zum Trend.

Nächste Chance 2018

Bei einer Mondfinsternis steht die Erde auf einer geraden Linie zwischen Sonne und Mond. Der Erdtrabant taucht in den Schatten ein, den die von der Sonne angestrahlte Erde ins Weltall wirft. Nach 6.27 Uhr verliess der Mond die zentrale Verfinsterungszone langsam wieder.

Die totale Finsternis dauerte 73 Minuten. Im Juni 2011 gab es in der Schweiz die längste totale Mondfinsternis seit mehr als zehn Jahren. Damals dauerte die totale Phase 101 Minuten. Allerdings machten Wolken vielen Beobachterinnen und Beobachtern einen Strich durch die Rechnung. In Europa bietet sich die nächste Chance auf eine totale Mondfinsternis erst wieder am Abend des 27. Juli 2018.

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