Raumfahrt

Deutschland denkt an unbemannte Mond-Mission

Deutschland prüft Mond-Mission

Deutschland prüft Mond-Mission

Die deutsche Regierung denkt an eine unbemannte Mission zum Mond. Die Kosten werden auf etwa 1,5 Milliarden Euro veranschlagt. Luft- und Raumfahrtkoordinator Peter Hintze warb für das Projekt.

Nach seinen Vorstellungen könnte die Mission zum Mond etwa im Jahr 2015 erfolgen. Deutsche Astronauten sollen nicht ins All fliegen. Ein Satellit würde den Mond umkreisen und eine Sonde ein Landefahrzeug mit Forschungslabor auf der Mondoberfläche absetzen.

Das Projekt müsste von der neuen Regierung nach der Wahl beschlossen werden. Aus Sparzwängen hatte allerdings der damalige Wirtschaftsminister Michael Glos im Sommer 2008 ein 350 Millionen Euro teures Mondprojekt gestoppt. Eine Sonde sollte unter anderem die Mondoberfläche genauestens kartieren.

Unklar ist, wie das von Hintze vorgestellte neue Mond-Projekt finanziert werden soll. "Wir haben in diesem Jahr 5 Milliarden für die Abwrackprämie von alten Autos mobilisiert, dann werden wir ja doch für fünf Jahre auch 1,5 Milliarden vielleicht hinkriegen", sagte Hintze.

Eine Kooperation mit der europäischen Weltraumorganisation ESA oder anderen Staaten sei möglich. Der Mond sei für Wirtschaft und Forschung hoch interessant. "Der Mond ist das Archiv unseres Sonnensystems", sagte Hintze.

Forschungsministerin Annette Schavan unterstützt die Idee. "Wenn es gelingt, eine nationale Mondmission zu realisieren, (...) dann können wir damit die Fähigkeiten der deutschen Forschung und Wirtschaft unter Beweis stellen", sagte Schavan kürzlich.

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