Mit diesen neuen Selbstanzeigen konnten Kantone, Gemeinden und Bund insgesamt rund 170 Millionen Franken in Form von Nachsteuern einziehen. Dies ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur sda bei den Kantonen. Im Vorjahr flossen wegen der Mini-Steueramnestie rund 250 Millionen Nachsteuern in die Staatskassen.

Die Möglichkeit der straflosen Selbstanzeige war 2010 eingeführt worden. Die Steuerbehörden gehen nach drei Jahren davon aus, dass die grossen hinterzogenen Vermögen inzwischen offengelegt worden sind. "Die grosse Welle war 2011, jetzt ebbt das ab", erklärte etwa Meinrad Betschart vom Steueramt Schwyz.

Doch keine Regel ohne Ausnahme: Im Kanton Schwyz legte eine einzige Person Schwarzgeld in der Höhe von 90 Millionen Franken offen. Insgesamt meldeten in der Zentralschweiz 529 Personen undeklarierte Vermögen und Einkommen - und lieferten Nachsteuern in der Höhe von 29,5 Millionen Franken ab. Das sind weniger Selbstanzeigen als im Jahr 2011, aber deutlich mehr Nachsteuern.

Trend zeigt nach unten

262 Personen meldeten sich alleine im Kanton Luzern und lieferten Nachsteuern in der Höhe von 14,1 Millionen Franken ab. Davon ging die Hälfte auf das Konto von zwei Personen. Eine musste gemäss Steueramt 5,9 Millionen Franken nachzahlen, die andere 1,2 Millionen. In Zug ging die Zahl der Selbstanzeigen von 100 auf 85 zurück. Die Nachsteuersumme stieg aber von 4,2 auf 7,5 Millionen Franken.

Dieser Trend ist nicht auf die gesamte Schweiz übertragbar. Schweizweit sinkt nicht nur die Zahl der Selbstanzeigen, sondern auch der Gesamtbetrag der Nachsteuern. Einzig in den Kantonen Bern und Genf stiegen die Zahl der Selbstanzeigen und die Höhe der Nachsteuern.

Die Zahlen basieren auf den Auskünften von 22 Kantonen. Die beiden Appenzell, der Kanton Wallis und der Kanton Waadt machten bislang keinerlei Angaben. Aus den Kantonen Tessin und Schaffhausen waren zwar die Zahlen der Selbstanzeigen erhältlich, nicht aber jene zu den Nachsteuern.