Von rund 60 Anwesenden an der Generalversammlung in Lausanne sagten am Samstag lediglich zwei Nein, und zwei enthielten sich der Stimme. Dies sagte Präsidentin Doris Fiala am Samstagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Die parlamentarische Initiative "Ehe für alle" der Grünliberalen verlangt, dass alle rechtlich geregelten Lebensgemeinschaften für alle Paare geöffnet werden, ungeachtet ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung. Die Rechtskommission des Nationalrats hat bis im Sommer 2019 Zeit, eine Vorlage zur Umsetzung auszuarbeiten.

"Speerspitze" soll keine Floskel sein

Obwohl vorerst keine Volksabstimmung anstehe, habe sie wissen wollen, welche Position sie im Nationalrat als Auftrag der FDP-Frauen einbringen solle, sagte Fiala. Die FDP könne sich nicht nur als "Speerspitze liberaler Gesellschaftspolitik" bezeichnen - sie müssen diesen Begriff auch mit Inhalten füllen.

In seinem Eintrittsreferat machte sich Bundesanwalt Michael Lauber für die Initiative stark. Die Waadtländer GLP-Nationalrätin Isabelle Chevalley erläuterte die Vorlage.