Schweiz

Eltern sollen entlastet werden: SP Frauen fordern kostenlose Kinderbetreuung

Von zu Hause aus arbeiten und sich gleichzeitig noch um die Kinder zu kümmern, stellt für Eltern eine grosse Herausforderung dar. (Symbolbild)

Von zu Hause aus arbeiten und sich gleichzeitig noch um die Kinder zu kümmern, stellt für Eltern eine grosse Herausforderung dar. (Symbolbild)

Die SP Frauen Schweiz schlagen einen «Aktionsplan Kinderbetreuung» in Zeiten der Coronakrise vor. Dieser soll aber auch danach weiterhin gelten, um die Eltern zu unterstützen.

(sku) Der Bund, Kantone und Arbeitgeber müssen mehr in die Kinderbetreuung investieren, fordern die SP Frauen Schweiz in einer Mitteilung vom Mittwoch. Kitas sollten wie Volksschulen kostenlos sein. Denn gleichzeitig im Homeoffice zu arbeiten, die eigenen Kinder zu betreuen und ihnen bei den Hausaufgaben zu helfen, stelle für viele Eltern eine Herausforderung dar.

Die Kitas seien in den meisten Kantonen noch geöffnet, Eltern werden aber angehalten, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen. Weil die Kitas die finanziellen Folgen selbst tragen müssten, hätten Familien die Elternbeiträge weiterhin zu bezahlen — selbst wenn sie keine Leistungen mehr in Anspruch nähmen. Für Eltern mit Erwerbsausfall und unsicheren Arbeitsperspektiven sind diese Kosten laut den SP Frauen untragbar. In der Diskussion um Kinderbetreuung sei zudem die Situation von Lehrpersonen mit eigenen Kindern bisher kaum berücksichtigt worden.

Unter Beachtung dieser Aspekte fordern die SP Frauen, dass Lehrpersonen mit Betreuungspflichten entlastet werden müssen. Für Eltern, die im Homeoffice arbeiten und gleichzeitig ihre Kinder betreuen, soll die Betreuungszeit zudem als Arbeitszeit gelten. Zudem müssten die Erwartungen an das Homeschooling heruntergeschraubt werden, um den Leistungsdruck für Kinder wie auch deren Eltern zu minimieren.

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