Galladé kehrt nach 30 Jahren der SP den Rücken zu. Das Fass zum Überlaufen gebracht habe der Streit um das Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU, erklärte Galladé in einem am Dienstagabend veröffentlichten Interview mit Tamedia. "Die GLP ist die Partei, die für das Rahmenabkommen eintritt und damit für eine vernünftige Beziehung zu Europa steht. Das hat mir die letzte Gewissheit zum Wechsel gegeben."

Für Wahlen kandidieren will Galladé vorerst nicht. "Für mich ist ein politisches Amt in nächster Zeit keine Option." Die zweifache Mutter war im vergangenen Dezember nach 15 Jahren im Nationalrat zurückgetreten.

Die Pädagogin, Politikwissenschaftlerin und mehrjährige Berufsschullehrerin war Mitte Juni in Winterthur ins Vollamt als Präsidentin der Kreisschulpflege gewählt worden. Galladés Nachfolger im Nationalrat ist der frühere Zürcher Kantonsrat und Ex-SP-Kantonalpräsident Daniel Frei.