Parteitag

EVP fordert eigenen Straftatbestand für Arbeitsausbeutung

Arbeitsausbeutung wird in der Schweiz ein kaum geahndet und deshalb äusserst lukrativ. Als Schutz fordert die EVP einen eigenen Straftatbestand. (Symbolbild)

Arbeitsausbeutung wird in der Schweiz ein kaum geahndet und deshalb äusserst lukrativ. Als Schutz fordert die EVP einen eigenen Straftatbestand. (Symbolbild)

Die EVP hat an ihrem Sonderparteitag in Brugg AG dem Menschenhandel und der Ausbeutung in der Schweiz den Kampf angesagt. Die Partei fordert unter anderem einen eigenen Straftatbestand für Arbeitsausbeutung.

Ein entsprechender Straftatbestand trete der fatalen Bagatellisierung der Arbeitsausbeutung entgegen und verankere ein klares Unrechtbewusstsein, schreibt die EVP Schweiz in ihrer am Samstag gefassten Resolution.

Ausbeutung sei in der Schweiz ein "Low-Risk-Geschäft". Sie sei kaum geahndet und deshalb äusserst lukrativ. Entsprechend forderte die Partei auch Ressourcen für eine effektive Strafverfolgung.

Unter Ausbeutung falle sowohl die Ausbeutung der Arbeitskraft als auch die sexuelle Ausbeutung. In Bezug auf die Prostitution will die EVP "geeignete Massnahmen" für einen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel. Prostitution verstosse gegen die Menschenwürde und Gleichberechtigung und sei mit dem Gesellschaftsbild der Schweiz nicht vereinbar.

Der Sonderparteitag der EVP am Samstag stand unter dem Leitspruch "Menschen sind keine Ware".

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