Bundesrats-Karussell

FDP-Präsidentin Petra Gössi nimmt sich bei Bundesratswahl aus dem Rennen

Petra Gössi

Petra Gössi

Die FDP Schweiz informiert über ihre Suche nach Bundesratskandidaten. Parteipräsidentin Petra Gössi sagt, sie stehe nicht zur Verfügung. Damit ist Karin Keller-Sutter Top-Favoritin. Doch laut FDP ist das Rennen für alle offen.

Nach der Rücktrittsankündigung von Bundesrat Johann Schneider-Ammann läuft die Diskussion über seine Nachfolge auf vollen Touren. Darüber informiert die FDP derzeit. Parteipräsidentin Petra Gössi (42) schaffte dabei Klarheit über ihre persönlichen Ambitionen, über die viel spekuliert worden war. «Ich stehe nicht zur Verfügung», sagte Gössi. Sie seit erst seit etwas mehr als zwei Jahren Parteipräsidentin, wolle die Partei in die Wahlen 2019 führen und fühle sich wohl in ihrer Rolle.

Mit Gössis Verzicht scheint der Weg frei für die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter (55). Die Partei startet nun aber einen breit abgestützten Nominationsprozess. Die Kantone haben dafür Zeit bis 24. Oktober 2018. Danach sollen die Kandidaten in einer Road Show durch die Schweiz und die Online-Medien tingeln. Entscheiden über die Auswahl zuhanden der Bundesversammlung wird dann die Bundeshausfraktion am 9. November, gewählt wird voraussichtlich am 5. Dezember.

Die aussichtsreichsten Bundesratskandidaten von der FDP:

Zum Auswahlprozedere sagt Petra Gössi:

  • Das Rennen ist für alle offen.
  • Wir lassen uns den Kandidatenkreis nicht künstlich einschränken.
  • Es ist Zeit für eine Frau.
  • Eine Prüfungskommission mit alt Ständerätin Gabi Huber, alt Ständerat Felix Gutzwiller und Nationalrat Philippe Bauer wird die Kandidaturen prüfen. Die Kandidaten sollen eine breite Fülle von Informationen zugänglich machen und externe Auskunftspersonen vom Berufsgeheimnis befreien, damit die Kommission Abklärungen tätigen kann. Die frühere Fraktionschefin Gabi Huber sei als eiserne Lady bekannt und für die Aufgabe bestens geeignet, witzelt Gössi. (Was Gössi nicht sagt: Das ist eine Lex Maudet, weil der Genfer Regierungsrat im vergangenen Jahr in der FDP-Auswahl weit nach vorne gelangt war und nun im Visier einer Strafuntersuchung steht.)
So läuft die Suche nach der Nachfolge von Johann Schneider-Ammann

So läuft die Suche nach der Nachfolge von Johann Schneider-Ammann

Die FDP-Fraktion entscheidet am 16. November, wenn sie für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann ins Rennen schickt. Zwar wird Karin Keller-Sutter als grosse Favoritin gehandelt, doch definitiv sei ihre Nomination nicht.

Diese Anforderungen stellt die FDP Schweiz an mögliche Kandidaten:

  • einwandfreier Leumund im politischen, beruflichen und privaten Leben
  • umfassender Leistungsausweis
  • Glaubwürdigkeit
  • Fähigkeit zu konsensorientierter Politik
  • Durchsetzungskraft
  • mediale Gewandtheit
  • Nähe zu den Menschen
  • Mobilisierungspotenzial in der Partei und gegen aussen
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Partei und der Fraktion

Die Partei wird nun die Zeit bis zur Nominierung nutzen, um sich in Szene zu setzen und in den Medien auf sich aufmerksam zu machen. Das zeigt beispielhaft der Eingang zum Saal des Medienzentrums, in dem die FDP ihre Pressekonferenz abhält:

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