Fördergelder

F+E-Bundesbeiträge erreichen mit 1,5 Mrd. Franken Rekordhöhe

Forschung und Entwicklung (Symbolbild)

Forschung und Entwicklung (Symbolbild)

Der Bund hat letztes Jahr für Forschung und Entwicklung (F+E) 1,5 Milliarden Franken ausgegeben - so viel wie noch nie. Gegenüber 2006 entspricht dies einer Zunahme von 13 Prozent respektive 175 Millionen Franken.

Das Rekordergebnis ist in erster Linie auf einen starken Anstieg der F+E-Beiträge an Dritte zurückzuführen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Die Ressortforschung des Bundes nimmt hingegen nur schwach zu.

Die Beiträge an Dritte erreichten letztes Jahr 1,3 Mrd. Franken, 155 Mio. mehr als 2006. 89 Prozent (2006: 85%) dieser Gelder liefen über das Staatssekretariat für Bildung und Forschung.

Dieses vergab mit 610 Millionen einen grossen Teil der Beiträge an den Schweizerischen Nationalfonds. Der Rest ging an international getragene Institutionen wie die Europäische Weltraumorganisation (ESA) oder das Cern.

Für die Ressortforschung, deren Ergebnisse der Staat zur Bewältigung seiner Aufgaben benötigt, wurden letztes Jahr 220 Millionen Franken aufgewendet (2006: 200 Mio.). Die Ressortforschung betreibt der Bund in seinen eigenen Institutionen oder vergibt sie als Aufträge an Dritte.

Die an externe Forschungsstellen vergebene Aufträge nahmen 2008 deutlich zu, obschon der Betrag von 97 Mio. Franken im Vergleich zu den gesamten Aufwendungen von 1,5 Mrd. Franken bescheiden bleibt.

Die Zunahme bedeutet laut BFS aber ein Bruch mit der Vergangenheit; denn die Aufträge waren seit 1994, als sie rund 200 Mio. Franken erreichten, konstant zurückgegangen. Es sei aber noch zu früh, um von einer Trendwende zu sprechen, schreibt das BFS.

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