Klimawandel

Finanzplatz wird nicht ökologischer: Greenpeace reicht Beschwerde ein

Die Affen sehen, hören und sagen nichts. So wie die Instanzen des Bundes, welche den Finanzplatz regulieren. So lautet der Vorwurf von Greenpeace.

Die Affen sehen, hören und sagen nichts. So wie die Instanzen des Bundes, welche den Finanzplatz regulieren. So lautet der Vorwurf von Greenpeace.

Mit einer Aktion auf dem Bundesplatz macht Greenpeace Druck auf die Finanzregulatoren des Bundes. Die Kritik: Die Behörden würden zu wenig gegen den Klimawandel tun.

(rwa) Die Treibhausgasemissionen der schweizerischen Finanzflüsse seien massiv und das Investitionsverhalten von hiesigen Finanzinstituten fördere eine «verheerende» Erderwärmung von bis zu 6 Grad, kritisiert Greenpeace in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Organisation hat deshalb eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Finanzmarktaufsicht (Finma), die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge eingereicht.

Am Mittwochvormittag überbrachten Aktivisten die Beschwerde den Geschäftsprüfungskommissionen der Eidgenössischen Räte. Dabei hatten sie auch drei riesige Affenstatuen, deren Augen, Ohren und Mund mit Geldnoten verdeckt waren. Diese repräsentierten die Akteure und die Politik, die «tatenlos zusehen, wie der Schweizer Finanzplatz den Klimanotstand aktiv befördert.»

Als Teil der Exekutive des Bundes seien die drei Institutionen verpflichtet, die Grundrechte der Schweizer Bevölkerung zu wahren und für Transparenz zu sorgen. Der Staat müsse die Bürgerinnen und Bürger präventiv vor einer «gefährlichen Störung» des Klimasystems schützen und das Pariser Klimaabkommen respektieren.

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