Schweiz

Für Desinfektionsmittel: Bundesrat will Sicherheitslager mit 6000 Tonnen Ethanol

Damit das Desinfektionsmittel nicht wieder knapp wird, will der Bundesrat ein Sicherheitslager mit 6000 Tonnen Ethanol anlegen.

Damit das Desinfektionsmittel nicht wieder knapp wird, will der Bundesrat ein Sicherheitslager mit 6000 Tonnen Ethanol anlegen.

Der Bundesrat will künftig vorbereitet sein: Er beantragt beim Parlament einen Kredit von 5,8 Millionen Franken für einen Ethanolvorrat. Es ist eine Kehrtwende: Ein solches Lager hat der Bund erst kürzlich aufgelöst.

(agl) Der Bundesrat strebt ein Ethanol-Sicherheitslager «in der Grössenordnung von 6000 Tonnen» an, wie es in einer Mitteilung des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung vom Mittwoch heisst. Die Menge des Ethanols und die Aufteilung in drei Qualitäten würden vom Ethanolmarkt und vom Verwendungszweck abhängig gemacht.

Die Ethanolreserve soll im Bedarfsfall für die Herstellung von Desinfektionsmitteln verwendet werden, sowie Branchen wie der Pharmaindustrie die Deckung ihres üblichen Bedarfs ermöglichen. Beim Sicherheitslager handelt es sich gemäss der Mitteilung um eine Übergangslösung. Der Bundesrat beantragt beim Parlament dafür einen Verpflichtungskredit von 5,82 Millionen Franken. Mittelfristig soll die Reserve jedoch durch die Einführung einer Pflichtlagerhaltung abgelöst werden.

Bereits bis Ende 2018 hat der Bund für den Fall einer Pandemie eine Ethanol-Reserve von 8'000 bis 10’000 Tonnen unterhalten. Diese Reserve ist jedoch mit der Privatisierung der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (heute: Alcosuisse) 2018 aufgelöst worden.

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