FLIRT-Zug

Für die SBB ist die Sicherheit der Flirt-Züge Aufgabe der Stadler Rail

SBB hat mit FLIRT-Zügen keine Probleme.

SBB hat mit FLIRT-Zügen keine Probleme.

Über siebenhundert FLIRT-Züge hat die Thurgauer Firma Stadler Rail im In- und Ausland bereits verkauft. Die SBB ist mit ihren zufrieden. Die Frage nach der Entgleisung eines Flirt-Zugs in Norwegen beantwortet die SBB deutlich: Kein Kommentar.

Die SBB stellte 2004 den ersten Flirt-Zug ihrer Flotte vor. Seither verkehren bereits über hundert Kompositionen des «Flinken, leichten, innovativen Regionaltriebzuges» (FLIRT) auf Schweizer Gleisen.

Die Schweizerischen Bundesbahnen bewerten das neue Rollmaterial von der Firma Stadler Rail als sehr zuverlässig und äussern sich sehr zufrieden. So sehr, dass momentan weitere 13 Flirt-Züge für die SBB in Produktion sind. «Sie werden Ende 2012 und Ende 2013 ausgeliefert und im Regionalverkehr der Kantone Bern, Luzern und Solothurn eingesetzt», wie SBB-Mediensprecherin Lea Meyer mitteilt.

«Dazu nehmen wir keine Stellung»

Sicherheitsrelevante Fragen zu den Zügen kommentiert die SBB nicht. Sie verweist an die herstellende Firma Stadler Rail. Diese würden die Fahrzeuge testen und zuvor ausgiebig prüfen. Die SBB vertraut beim Kauf der Zugkompositionen auf eine einwandfreie Funktionalität und Sicherheit der Züge.

Bei einer Testfahrt der Norwegischen Staatsbahnen verunfallte am Mittwoch ein Flirt-Zug südwestlich von Oslo. Dabei wurden alle fünf Personen im Zug verletzt; die Ursache der Entgleisung ist bisweilen nicht bekannt. «Dazu nehmen wir keine Stellung», lautet die trockene Antwort der SBB auf die Frage nach möglichen Bedenken.

Vorteile für die Fahrplangestaltung

Die Vorteile des beliebten neuen Zugtyps vermag die SBB aber zu verdeutlichen. Die modernen Kompositionen überzeugten mit viel Stauraum für Fahrräder und Kinderwagen, Klimaanlage, Kundeninformationsmonitoren und Videoüberwachung. Auch die SBB-Kundschaft ist offenbar mit den komfortablen Zügen zufrieden; «Die Kundenreaktionen fallen durchwegs positiv aus», sagt Meyer.

Wegen der grossen Niederflureingänge und des hohe Beschleunigungs- und Bremsvermögen der FLIRT-Züge eigne sich der Zug speziell für den Regionalverkehr, erklärt Meyer. «All positiven Faktoren der modernen Kompositionen wirken sich indirekt auch positiv auf die Gestaltung des Fahrplans aus.»

Der Name des Zuges ist also Programm; er ist flink, leicht, innovativ und sorgt für einen schnellen und gut funktionierenden Regionalverkehr. In der Schweiz ist der FLIRT-Zug bisweilen auch sicher; die winterliche Kälte und Schneefälle meisterte der Zug bisher ohne Probleme.

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