"Nach den Wahlerfolgen in Zürich und Luzern hat uns die FDP als Linke hingestellt, jetzt bezeichnet uns Levrat als Rechte. Das zeigt doch: Wir sind genau richtig positioniert. Als grünliberale Mitte."

Levrat sehe das Ganze nicht mehr und habe die Übersicht darüber verloren, was im Nationalrat laufe, führt Grossen gegenüber dem "Blick" weiter aus. Von einer sozialen Eiszeit, wie es Levrat der GLP vorgeworfen hatte, könne bei den Grünliberalen keine Rede sein.

So habe die GLP die Kita-Finanzierung unterstützt und wolle den Koordinationsabzug bei den Pensionskassen senken, was tieferen Einkommen zu mehr Rente verhelfe, sagte Grossen. Allerdings wolle die GLP im Sozialsystem die richtigen Anreize setzen, weshalb die Partei höhere Franchisen in der Grundversicherung unterstützt habe.

Laut Grossen ist die SP "in Arbeitsfragen eine stoisch konservative Partei, die alte Strukturen zementieren will, obwohl sich die Welt um sie herum rasant verändert".

Neben alldem sei für ihn aber entscheidend, dass "wir eine neue Mehrheit für den Klima- und Umweltschutz und die Weiterentwicklung der Bilateralen erreichen", betonte der GLP-Präsident.