Öffentlicher Verkehr

Handy am Steuer: Drei Zürcher Chauffeure fristlos entlassen

Drei VBZ-Fahrer wurden in den letzten zwölf Monaten entlassen, weil sie mit dem Handy oder Tablet am Steuer erwischt wurden. (Symbolbild)

Drei VBZ-Fahrer wurden in den letzten zwölf Monaten entlassen, weil sie mit dem Handy oder Tablet am Steuer erwischt wurden. (Symbolbild)

Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) haben ihre Chauffeure vor dem Gebrauch von Smartphones und Tablets am Steuer gewarnt. Wer sich nicht daran hält, wird fristlos entlassen. Dieses Schicksal hat in den vergangenen zwölf Monaten drei Fahrer ereilt.

Die betroffenen Chauffeure bedienten während der Fahrt ein Smartphone oder Tablet. VBZ-Sprecherin Daniela Tobler bestätigte am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine entsprechende Meldung von Radio Energy.

Die VBZ verschickte deshalb einen Warnbrief ans Fahrpersonal und wies darin darauf hin, dass der Gebrauch von Smartphones und Tablets in ungesicherten Fahrzeugen - also während der Fahrt - verboten ist. "Solche Risiken dürfen im öffentlichen Personenverkehr nicht eingegangen werden", hiess es im Brief. "Bei Widerhandlungen wird eine fristlose Kündigung ausgesprochen."

"Eigentlich sollte das Thema all unseren Fahrern klar sein", sagte Tobler. "Es ist in den Fahrdienstvorschriften geregelt und alle Chauffeure wissen, dass es ein grober Verstoss gegen die Regeln ist." Aufgrund der drei fristlosen Kündigungen habe sich die VBZ aber entschieden, "proaktiv nochmals zu informieren". Denn eine Kündigung sei weder für die Arbeitnehmer noch Arbeitgeber eine schöne Sache.

Tram-Chauffeur filmt seine Fahrt

In den vergangenen Wochen wurden in den Medien verschiedene Videos veröffentlicht, in denen Fahrdienstvorschriften verletzt wurden: In einem fuhr ein Tram-Chauffeur mit 60 km/h durch Zürich und filmte die Fahrt mit seinem Handy, in einem anderen bediente ein Bus-Chauffeur der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland VZO während der Fahrt sein Tablet.

Dass der Briefversand genau jetzt erfolgt, ist laut VBZ aber Zufall. "Der Versand erfolgte unabhängig von den Videos", sagte Tobler.

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