Schweiz

Höhere LSVA-Beiträge stossen in der EU nicht nur auf Gegenliebe

Für eine Vielzahl der Lastwagenfahrten werden die LSVA-Beiträge in Zukunft höher ausfallen. (Symbolbild)

Für eine Vielzahl der Lastwagenfahrten werden die LSVA-Beiträge in Zukunft höher ausfallen. (Symbolbild)

Für Fahrten mit Lastwagen, die nicht die aktuellste Abgasnorm erfüllen, sollen künftig höhere Abgaben fällig werden. Darüber informierte die Schweiz am Montag EU-Vertreter. Es sind aber weitere Gespräche nötig.

(mg) Für Fahrten mit Lastwagen der Abgasklassen Euro IV und V muss künftig eine höhere leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) bezahlt werden. Entsprechende Pläne hat der Bund am Montag am 37. Treffen des Gemischten Landverkehrsausschusses mit Vertretern der EU diskutiert. Offene Punkte sollen bis Ende Jahr geklärt werden, teilte das Bundesamt für Verkehr im Anschluss mit. Einzelne EU-Länder hätten genauere Auskünfte zu den Auswirkungen der Abklassierung verlangt, deshalb seien weitere Gespräche nötig. Die Schweiz behalte sich aber vor, die Umsetzung auf den 1. Januar 2021 einseitig vorzunehmen.

Die differenzierten Abgabesätze der LSVA hätten in den vergangenen Jahren zu einer raschen Erneuerung und Modernisierung der Lastwagen-Fahrzeugflotte geführt, wie es in einer Mitteilung weiter heisst. Daher habe der Bundesrat entschieden, die Euro IV- und Euro V-Fahrzeuge von der mittleren in die teuerste LSVA-Kategorie zu verschieben. So will er sicherstellen, dass die Erneuerung der Lastwagenflotte weitergeht.

Weiter wurde am digital abgehaltenen Treffen des Landverkehrsausschusses auch über die Erfahrungen mit dem Verbot von lärmigen Schienengüterfahrzeugen in der Schweiz gesprochen. Rund 98 Prozent aller Güterwagen erfüllen inzwischen die Vorschriften. Für die verbleibenden lauten Wagen seien schrittweise schärfere Sanktionen vorgesehen, schreibt das Bundesamt für Verkehr.

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