"NZZ am Sonntag":

Das institutionelle Rahmenabkommen mit der EU würden laut einer Meldung der "NZZ am Sonntag" derzeit rund 60 Prozent der Schweizer befürworten. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine erste repräsentative Umfrage. Demnach würden in einer Abstimmung 17 Prozent bestimmt Ja und 43 Prozent eher Ja sagen. Auf der anderen Seite würden rund 15 Prozent aller Befragten den EU-Rahmenvertrag bestimmt ablehnen; 20 Prozent würden mit eher Nein stimmen. Fünf Prozent beantworteten die entsprechende Frage nicht. "Das Ergebnis hat mich überrascht, sagte Urs Bieri, Co-Leiter von GfS Bern zu der Zeitung. Er führte die Umfrage im Auftrag des Verbands der forschenden pharmazeutischen Firmen, Interpharma, durch. Die Mehrheit der Befragten möchte am liebsten gar nichts am bestehenden System der bilateralen Verträge ändern, führte Bieri weiter aus. Dass 60 Prozent dennoch dem Rahmenvertrag zustimmten, hänge mit der Befürchtung zusammen, dass der Zugang zum europäischen Markt für Schweizer Unternehmen sonst erschwert werden könnte.

"SonntagsZeitung":

Die Schweiz will laut der "SonntagsZeitung" den unter Schweizer Flagge fahrenden Tanker San Padre Pio freibekommen, der seit über einem Jahr von nigerianischen Behörden festgehalten wird. Vier Offiziere müssten seither unter schwierigsten Bedingungen in der Bucht von Biafra ausharren. Die Schweiz wolle Nigeria nun vor ein internationales Seegericht zerren, um das Schiff frei zu bekommen. Der Bundesrat habe entsprechende Schritte vergangene Woche eingeleitet, wie das Aussendepartement EDA der Zeitung bestätigte. Die Schweiz sei der Ansicht, dass die Festsetzung des Schiffes eine Verletzung des Völkerrechts darstelle und der Weg einer Klage unter dem Uno-Seerechtsübereinkommen offenstehe, hiess es vom EDA. Hinter der Intervention stünden aber auch eigene Interessen des Bundes. Dieser bürge für den Tanker und müsse einspringen, falls die Reederei wegen der Arretierung ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkomme.

"SonntagsBlick":

Bundespräsident Ueli Maurer geht in einem Interview im "SonntagsBlick" mit seiner Partei, der SVP, hart ins Gericht. Die SVP sei "bequem geworden, unsere Leute strengen sich zu wenig an", kritisierte er. Maurer monierte ausserdem die Arbeit der Chefetage der SVP: Er stelle eine gewisse Oberflächlichkeit fest. "Ob Rahmenvertrag, Steuerreform oder Waffenrecht: Die SVP kann immer zu einem Geschäft Nein sagen." Die Partei müsse den Entscheid aber auch genau begründen und Alternativen aufzeigen. "Das ist im Moment zu wenig der Fall", sagte er. Maurer warne in dem Interview gleichzeitig, dass die SVP nicht auf den Klima-Hype aufspringen solle. Dies wäre völlig unglaubwürdig und für ein neues Kampagnen-Thema sei der Zug ohnehin schon lange abgefahren.

"SonntagsZeitung" / "Le Matin Dimanche":

Immer mehr Ärzte melden sich laut der "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" wegen Krisen beim Sorgentelefon Remed. Die Anlaufstelle, die von der Ärzteorganisation FMH getragen wird, habe im Jahr 2018 mit 143 Meldungen einen Höchststand verzeichnet. In jedem fünften Fall sei der Anruf aufgrund der Belastung am Arbeitsplatz erfolgt. Häufig suchten Ärzte aber auch Hilfe wegen Burn-Out-Beschwerden und Depressionen. Rund 70 Prozent aller Anfragen kämen von Ärztinnen. Auffallend sei obendrein, dass vor allem junge Frauen vermehrt Hilfe in der Hotline suchten.

"SonntagsBlick":

Die Universität Bern vergibt laut dem "SonntagsBlick" drei Viertel ihres Auftragsvolumens an Private ohne Ausschreibungen. In der Regel müsse sie alle Aufträge ausschreiben - allerdings könne die Bildungseinrichtung von Ausnahmegesuchen Gebrauch machen. Es gehe um Volumina von rund 53 Millionen Franken in den vergangenen zehn Jahren. Auch andere Einrichtungen, wie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat und das Bundesamt für Kommunikation, würden grosse Teile ihrer Auftragsvolumen "freihändig" vergeben. Dabei sei es um Auftragsvolumen von rund 415 Millionen Franken in den vergangen zehn Jahren gegangen.

"SonntagsZeitung" / "Le Matin Dimanche":

727 Minderjährige wurden laut der "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche " vergangenes Jahr wegen einem Sexualdelikt beschuldigt. Die Zeitungen berufen sich dabei auf die Kriminalstatistik. Fast die Hälfte der Verzeigten sei zudem noch keine 15 Jahre alt gewesen. Zu Erhebungsbeginn im Jahr 2009 seien es erst 455 Anzeigen gewesen. Meist gehe es um illegale Pornografie. Aber dabei bliebe es oft nicht. Manche Jugendlichen gingen soweit, dass sie selbst sexuelle Gewalt ausübten.

"SonntagsZeitung":

Der Unternehmer Peter Spuhler sagte in einem Interview mit der "SonntagsZeitung", dass er bei Stadler Rail manchmal nur an Aufträge gekommen sei, weil er die Kunden mit einer Finanzierung des Kaufes aus seiner Privatschatulle unterstützt habe. Auf diese Weise sei er Inhaber dreier Zugflotten geworden. Dies sei etwa bei drei Bahnunternehmen in Schweden, Estland und Österreich der Fall gewesen. Diese Situation sei auch ein Grund für seinen geplanten Börsengang - die Finanzbasis der Holding soll mit dem Gang aufs Parkett wieder gestärkt werden.

"NZZ am Sonntag":

Die SVP erhält laut einer Meldung der "NZZ am Sonntag" derzeit nur wenig Unterstützung für ihre Begrenzungsinitiative. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine repräsentative Umfrage von GfS Bern. Demnach würden derzeit nur 33 Prozent der Stimmberechtigten der Initiative zustimmen. Rund 64 Prozent würden sie ablehnen. Und drei Prozent der Befragen seien noch unentschieden.

"SonntagsZeitung":

Kriminelle sprengen laut der "SonntagsZeitung" reihenweise Raiffeisen-Bancomaten in die Luft. Die Zeitung beruft sich dabei auf Polizeiberichte. In den vergangenen Monaten habe es bereits neun solcher Fälle gegeben. Früher sei es generell nur zu vereinzelten Attacken auf Geldautomaten gekommen. Nun schlügen die Täter meist in Grenzregionen zu - allen voran im Tessin und im Grossraum Genf. In der Finanzbranche werde über die Hintergründe der Sprengserie bei Raiffeisen gerätselt. Eine Erklärung sei, dass die Bancomaten von Raiffeisen an eher wenig besiedelten Orten stünden und Kriminelle daher ein kleineres Risiko eingingen.