Weiningen

Hoher Verlust wegen Wertberichtigung

Ouartierzentrum Fahrweid: Der «Föhrewäldli»-Umbau kostete 5,71 Millionen Franken, der Wert der Liegenschaft wird neu mit 3,9 Millionen Franken veranschlagt.

Fahrweid

Ouartierzentrum Fahrweid: Der «Föhrewäldli»-Umbau kostete 5,71 Millionen Franken, der Wert der Liegenschaft wird neu mit 3,9 Millionen Franken veranschlagt.

Ein Ertragsüberschuss in der Höhe von knapp 50 000 Franken wiese die Rechnung 2008 der Gemeinde Weiningen auf – wenn keine Wertberichtigung des «Föhrewäldlis» in der Fahrweid notwendig gewesen wäre.

Matthias Kessler

22,55 Millionen Franken Aufwand stehen 19,04 Millionen Franken Ertrag gegenüber: Die laufende Rechnung 2008 der Gemeinde Weiningen schloss mit einem Aufwandüberschuss in Höhe von 3,51 Millionen Franken ab. Der Verlust wurde über das Eigenkapital gedeckt, das Ende 2008 einen Saldo von 10,39 Millionen Franken aufwies.

Vorgegebenes Berechnungsmodell

Grund für den hohen Verlust ist die im letzten Jahr notwendig gewordene Wertberichtigung beim kürzlich umgebauten «Föhrewäldli» in der Fahrweid. Nach Vorliegen der Bauabrechnung - ein Aufwand von 5,79 Millionen Franken, Ende 2008 von der Gemeindeversammlung genehmigt - musste das Quartierzentrum gemäss den Richtlinien des vom Kanton vorgegebenen Rechnungsmodells neu bewertet werden. Daraus resultierte ein neuer Bilanzwert von 3,9 Millionen Franken, eine Berichtigung nach unten in der Höhe von 3,56 Millionen Franken, die voll auf die laufende Rechnung durchschlug.

«Wir wussten, dass diese Berichtigung kommen wird», sagt Weiningens Finanzvorstand Rolf Bärenbold dazu, «wir wussten allerdings nicht, wann es so weit sein wird». Künftig sei die tiefere Bewertung indes ein Vorteil, da die Verzinsung auf den neuen Wert berechnet werde.

Höhere Steuereinnahmen

Ohne diesen grossen Posten hätte in der Jahresrechnung ein Ertragsüberschuss von knapp 50 000 Franken ausgewiesen werden können - gegenüber dem Voranschlag eine Verbesserung in der Höhe von knapp 1,2 Millionen Franken.

Auf der einen Seite konnte der Ertrag aus den ordentlichen Steuern im Vergleich zum Budget um 320 000 Franken, bei den Grundstückgewinnsteuern um 560 000 Franken und bei den Steuern aus den Vorjahren gar um 660 000 Franken gesteigert werden. Auf der anderen Seite gelang es, die Aufwendungen unter anderem bei der gesetzlichen wirtschaftlichen Hilfe in Folge einer Reduktion der Sozialhilfefälle zu senken.

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