Schweiz

In Genf werden weitere 3000 Coronapakete an Bedürftige verteilt – nun suchen Stadt und Kanton Partner

Zum letzten Mal sind am Samstag in der Eisbahn von Les Vernets bei Genf 3000 Hilfspakete an Bedürftige verteilt worden.

Zum letzten Mal sind am Samstag in der Eisbahn von Les Vernets bei Genf 3000 Hilfspakete an Bedürftige verteilt worden.

Letztmals sind am Samstag in Genf 3000 Hilfspakete zentral an Bedürftige verteilt worden. Nun planen Stadt und Kanton, das Angebot bis mindestens Mitte September dezentral weiterzuführen.

(sat) Zum letzten Mal seit Ausbruch der Coronakrise haben Freiwillige und Behördenvertreter am Samstag in der Eisbahn von Les Vernets Pakete mit Lebensmitteln und Produkten des alltäglichen Lebens abgegeben. Wie die Stadt und der Kanton Genf im Anschluss mitteilten, sind dabei 3000 Pakete an Bedürfte verteilt worden. Die abgegebenen Waren sind alle gespendet worden. Die Aktion habe seit Ausbruch der Coronakrise Tausenden Menschen, darunter vielen Familien mit kleinen Kindern, in den letzten Wochen das Leben etwas erleichtert.

Laut Mitteilung lag die Zahl der abgegebenen Hilfspakete vor fünf Wochen noch bei 1500. Im selben Zeitraum habe sich die Zahl der bei den Organisatoren registrierten Hilfsbedürftigen mehr als verdreifacht und liege nun bei über 14'000 Menschen. Wie Stadt und Kanton mitteilen, hat die Coronakrise in der Region quasi über Nacht Tausende Menschen aufgrund des Jobverlusts oder wegen Kurzarbeit in eine Krise gestürzt. Auch soll es sich dabei in vielen Fällen um Sans-Papiers oder Leute ohne geregelten Aufenthaltsstatus handeln.

Dezentrale Abgaben bis mindestens September

Nun arbeiten Kanton und Stadt Genf daran, zusammen mit Partnern über die kommende Woche hinaus ein Programm aufzuziehen, damit Bedürftigen weiterhin gratis Hilfspakete an weiteren Standorten abgegeben werden können. Bisher hätten die Städte Meyrin, Vernier, Versoix und Grand-Saconnex zugesagt, auf ihrem Gebiet ebenfalls Verteilaktionen zu planen. Ziel sei es vorerst, die Verteilaktionen bis Mitte September weiterzuführen. Die Kantonsregierung will dem Parlament dafür Kredit von 5 Millionen Franken beantragen.

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