Rechnung 2012

Jetzt ist es amtlich: Bund macht 2,4 Milliarden Franken Gewinn

Eveline Widmer-Schlumpf.JPG

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Der Bundesrat hat am Mittwoch die konsolidierte Rechnung der Bundesverwaltung für 2012 genehmigt. Unter Einschluss aller dezentralen Einheiten resultierte ein Überschuss von 2,4 Milliarden Franken. Das sind 250 Millionen Franken mehr als im Vorjahr.

Die Regierung beurteilt die finanzielle Lage als "erfreulich", wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) mitteilte. Die Rechnung zeige ein gesundes Gesamtbild der Bundesfinanzen.

Die konsolidierte Rechnung schliesst im Gegensatz zur Bundesrechnung auch dezentrale Einheiten mit eigener Rechnung wie die Finanzmarktaufsicht (FINMA) oder das Heilmittelinstitut Swissmedic ein. Auch Einheiten mit Sonderrechnungen wie die ETH oder der FinÖV-Fonds für Eisenbahnprojekte sind enthalten.

Gewinne mit Beteiligungen

Die Steigerung ist laut EFD vor allem auf die gute Entwicklung der Bundesbeteiligungen an der Post, Swisscom und SBB zurückzuführen. Daraus erzielte der Bund Buchgewinne von 1 Milliarde (Post), 0,9 Milliarden (Swisscom) und 0,3 Milliarden Franken (SBB).

Der Überschuss von 2,415 Milliarden Franken in der Erfolgsrechnung setzt sich zusammen aus dem Ergebnis aus diesen Beteiligungen (2,228 Mrd. Franken) sowie einem operativen Ergebnis von 2,848 Milliarden Franken. Demgegenüber belastete das Finanzergebnis die Rechnung mit 2,661 Milliarden Franken.

Das Eigenkapital bleibt mit minus 27,9 Milliarden Franken negativ. Die Nettoschulden verringerten sich leicht um 1,3 Milliarden auf 84,7 Milliarden Franken. Die Bilanzsumme betrug 102,4 Milliarden Franken (-4,7 Mrd. Franken).

Die öffentliche Hand zählte auf Bundesebene im vergangenen Jahr 50'686 Vollzeitstellen. Damit beschäftigte sie leicht weniger Personen als im Jahr davor (49'907). Der Unterschied zur Bundesrechnung lässt sich fast vollumfänglich durch die Stellen bei der ETH (17'380) erklären.

Ordentliche Rechnung mit 1,3 Mrd. Fr. Überschuss

In der ordentlichen Rechnung erzielte der Bund im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,3 Milliarden Franken (Finanzierungsergebnis). Budgetiert worden war eine ausgeglichene Rechnung. Der Gewinn kam zustande, obwohl der Bund über eine Milliarde Franken weniger eingenommen hatte als erwartet.

Allerdings musste der Bund auch 2,4 Milliarden Franken weniger ausgegeben als budgetiert. Als Gründe dafür gab Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf verzögerte Projekte und die Ausgabedisziplin an. Eine Rolle spielten auch die tiefen Zinse. Die Erfolgsrechnung wies wie in der konsolidierten Rechnung einen Überschuss von 2,4 Milliarden Franken aus.

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