Schweiz

Kantone erhalten nun Daten der Passagiere, die aus Risikoländern einfliegen

Ein Plakat weist auf die obligatorische Quarantäne bei der Einreise aus Risikoländern hin. (Symbolbild)

Ein Plakat weist auf die obligatorische Quarantäne bei der Einreise aus Risikoländern hin. (Symbolbild)

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich haben eine Vereinbarung zum Kontaktdatenmanagement von Flugreisenden abgeschlossen. So erhalten die Kantone die Daten.

(mg) Bislang war in vielen Kantonen bei Rückkehrern aus Risikoländern die Ehrlichkeit gefragt. Das ändert sich nun. Wie das BAG am Dienstag mitteilt, werden durch die neue Kooperation mit dem Kanton Zürich entsprechende Flugpassagierdaten vom Flughafen Zürich «unverzüglich und unter Wahrung der Datensicherheit an jene Kantone» weitergeleitet, die sich ebenfalls daran beteiligen. Die Flughafenpolizei beschafft sich die Daten direkt bei den Fluggesellschaften, die Zürich-Kloten anfliegen. So soll die Quarantäne-Pflicht besser kontrolliert werden können.

Das Vorgehen sei datenschutzkonform, versichert das BAG in der Mitteilung. Die Daten würden an das BAG und die Kantone weitergeleitet und dann gelöscht. Ebenso beteiligt sich die Bundesbehörde an den Kosten, die dem Kanton Zürich durch diesen zusätzlichen Aufwand entstehen. Die Vereinbarung gelte vorerst bis Ende Jahr.

Damit übernimmt der Bund die sogenannte Zürcher Lösung. Der Kanton war damit bereits vorgeprescht und hatte sich die Einreisedaten zur Überprüfung der Einhaltung der Quarantänepflicht zu Nutze gemacht. Andere Kantone wollten die Daten ebenfalls. So haben bislang unter anderem Bern und Aargau bereits Flugpassagierinformationen von den Zürcher Behörden bezogen.

Meistgesehen

Artboard 1