Seit 1803 verbindet sie die Oltner Altstadt mit dem gegenüberliegenden Aare-Ufer: die alte Holzbrücke. Am Mittwoch stand das historische Wahrzeichen in Flammen, dichter Rauch stieg über der Aare auf. 

Die Brand konnte glücklicherweise von der Feuerwehr gelöscht werden und ist nicht einsturzgefährdet. Es entstand aber ein Schaden in Höhe von mehreren 100'000 Franken.

Wieso die alte Holzbrücke brannte, ist noch nicht geklärt. Augenzeugen vermuten, dass das Feuer absichtlich gelegt worden ist.

Oltner Wahrzeichen in Flammen

Oltner Wahrzeichen in Flammen

Stadtpräsident Martin Wey zu TeleM1: «Wir mussten schon bei Hochwasser um die Brücke bangen und hatten schon kleinere Glimmbrände, aber so ein Szenario hatten wir noch nicht.»

Als die älteste Holzbrücke Europas brannte

Die Bilder aus Olten bringen Erinnerungen an die Zerstörung eines wahren Monuments zurück: der Brand der Luzerner Kapellbrücke, dem Wahrzeichen der Stadt und beliebtesten Fotosujet der Touristen. 

Im Sommer jährt sich das Ereignis nun schon zum 25. Mal. Damals, in der Nacht vom 17. auf den 18. August 1993, fiel die älteste Holzbrücke Europas fast komplett den Flammen zum Opfer (siehe Bilder ganz oben).

Der Brand Kapellbrücke (1993)

Der Brand Kapellbrücke (1993)

Am 18. August 1993 brennt die berühmte Kapellbrücke in Luzern. Das Feuer zerstört nicht nur einen grossen Teil der überdeckten Holz-Brücke, sondern auch wertvolle Bildtafeln. Als Brandursache vermutet man später eine weggeworfene Zigarette ("Tagesschau" vom 18.8.1993).

Von dem 1365 (erste Erwähnung) als Wehrgang errichteten Bauwerk blieben nach dem Feuer nur noch beide Pfeiler, die Grundkonstruktion und der Wasserturm intakt. 86 der 111 dreieckigen Gemälde aus dem 17. Jahrhundert, die in den Giebel hingen, wurden zerstört. Die genaue Brandursache ist bis heute nicht restlos geklärt.

Als Brandherd wird ein durch eine weggeworfene Zigarette ausgelöster Schwelbrand in einem unter dem Steg angelegten Boot vermutet. Die zahlreichen Spinnweben auf der historischen Brücke wirkten danach wie ein Brandbeschleuniger. 

Die Luzerner Kapellbrücke aus der Vogelperspektive.

So sieht die Luzerner Kapellbrücke heute aus der Vogelperspektive.

   

Auf ihre Brücke und ihren Touristenmagneten wollten die Luzerner nicht verzichten, also beschloss man noch am Tag nach dem Brand, die Brücke wieder aufzubauen. Auch mit der Begründung, an der Holzbrücke stamme sowieso kein Balken mehr aus der Bauzeit. Sie war über die Jahrhunderte schon mehrfach erneuert, verkürzt und verändert worden. Der letzte komplette Abbau fand 1969 statt.

3,4 Millionen Franken kostete der Wiederaufbau in Rekordzeit: Das Wahrzeichen wurde am 14. April 1994 wiedereröffnet. Und auch 25 restaurierte Bildtafeln fanden 2003 ihren Weg zurück an das Wahrzeichen, sie hängen heute an den Brückenköpfen und sorgten danach noch für Diskussionen (siehe Box).