Schweiz

«Kniefall vor Jägern und Wolfsgegner»: Tierschutz kritisiert Bundesrat

In der Schweiz ist in den letzten Jahren eine emotionale Debatte an der Frage entbrannt, wann Wölfe abgeschossen werden dürfen.

In der Schweiz ist in den letzten Jahren eine emotionale Debatte an der Frage entbrannt, wann Wölfe abgeschossen werden dürfen.

Wölfe sollen in der Nähe von Siedlungen und Schafherden abgeschossen werden dürfen. Das schlägt der Bundesrat vor. Aus Sicht der Organisation Schweizer Tierschutz (STS) ist das inakzeptabel. Das letzte Wort hat jedoch das Volk.

(rwa) Im September wird die Bevölkerung an der Urne über das neue Jagdgesetz befinden. Doch der Bundesrat hat bereits aufgezeigt, wie er das Gesetz umsetzen möchte. Ein Abschuss erachtet er als zulässig, wenn sich Wolfsrudel in der Nähe von Siedlungen oder Schafherden aufhalten. Ziel der Regulierung sei es, dass die Tiere ihre natürliche Scheu behielten und Siedlungen fernblieben, argumentiert der Bundesrat.

Kritik kommt nun vom Schweizer Tierschutz (STS). Das Gesetz sei ein «Kniefall vor Jägern und Wolfsgegner», moniert die Organisation in einer Mitteilung vom Montag. «Den schon im Gesetz kaum noch vorhandenen Schutz des Wolfes will die Verordnung weiter schwächen.» Der STS stört sich insbesondere auch daran, dass Herdenschutzmassnahmen nicht mehr verpflichtend sind zur Bewilligung von Wolfsabschüssen. Auch seien diese in Schutzgebieten neu möglich.

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