Daniela Deck

Die gute Nachricht vorweg: Die Strassensperrungen machen zusammen genommen nur einen Monat der Bauzeit aus. Nächstes Jahr werden beim Autobahnanschluss Grenchen im Juli zuerst die Einfahrt Richtung Biel und die Ausfahrt von Solothurn her für zwei Wochen gesperrt. Im August folgt dann eine zweiwöchige Sperrung der Einfahrt Solothurn und der Ausfahrt Biel.

In beiden Fällen bleibt die Archstrasse befahrbar. Das erklärten gestern die Verantwortlichen der Autobahnumgestaltung in Arch. Vertreter der betroffenen Gemeinden, von Polizei und Presse hatten sich im Gemeindehaus eingefunden. Läuft alles nach Plan, muss die Archstrasse mit dem gesamten Autobahnanschluss lediglich im September 2010 für ein Wochenende (Freitagabend bis Montagabend) gesperrt werden.

Dann werden der Deckbelag eingebaut und die Markierungen angebracht. «Das ist die optimale Lösung aus unserer Sicht» erklärte Manfred Misteli von der Bauherrschaft, der Astra-Filiale Zofingen.

Brücken behindern die Lastwagen

Dennoch entstehen durch den Bau des Langkreisels einige Unannehmlichkeiten. Besonders für die Bevölkerung von Lengnau. Sie muss während der Sperrungen den grössten Teil der umgeleiteten Autos in Kauf nehmen. Kompliziert wird es beim Schwerverkehr.

Wegen der Gewichtslimiten bei der Lengnauer SBB-Brücke und bei der Holzbrücke in Büren müssen die Lastwagen schon in Biel Ost und Solothurn West auf die Hauptstrassen geleitet werden. Staad dürfte grösstenteils unbehelligt bleiben. Nur während der Totalsperrung Anfang Herbst wird der Verkehr durch den Weiler geschickt.

Auf der Archstrasse wird es nächsten Sommer eng. Die Fahrbahn wird in der Mitte des heutigen Trassees auf ein Minimum beschränkt. Dadurch dürfte sich das Tempo verringern. Die Inseln und Leitplanken des heutigen Rautenanschlusses werden abgerissen. Auch die Werkleitungen müssen neu verlegt werden.

Verkehr bleibt dieses Jahr unberührt

Dieses Jahr beschränken sich die Arbeiten auf den Boden rund um den «Knochen». An seinen Enden werden ab dem 3. August die Stützmauern und künstlichen Böschungen angelegt. Das geschieht nach Aussage von Misteli unter strengen Umweltauflagen.

Denn zur Verbesserung der Tragfähigkeit des diffizilen Witibodens müssen 20 Meter lange Mikropfähle bis ins Grundwasser versenkt werden. Die Tunnels, die Mensch und Tier die Unterquerung des Autobahnanschlusses erlauben, werden um fünf Meter verlängert.

Insgesamt kostet die Umgestaltung rund 6,3 Mio. Franken. Bezahlt wird sie vom Bund. Bei der Astra hat man sich die Einweihung des «Knochens» im Oktober 2010 zum Ziel gesetzt. Bis dann sollen 4100 Kubikmeter Aushub fortgeschafft und 770 Kubikmeter Beton und 80 Tonnen Armierung sowie 3300 Tonnen Strassenbelag eingebaut sein.