Energiedienst

Kraftwerk und Steg: Energiedienst hält am Rückbau fest

Energiedienst-Verwaltungsratspräsident Hans Kuntzemüller betonte an der Aktionärsversammlung in Laufenburg: «Der Rückbau des alten Kraftwerks mit Steg in Rheinfelden erfolgt wie vorgesehen und bewilligt.»

Es gibt kein Wenn und Aber - die Botschaft ist unmissverständlich: «Der Rückbau des alten Kraftwerks Rheinfelden mit Steg rückt näher. Es handelt sich um ein Bauwerk aus dem Jahr 1898, für dessen Erhalt keine Trägerschaft bekannt ist, welche imstande wäre, die finanziellen Lasten für die museale Aufbereitung und Erhaltung der Anlage tragen zu können. Sobald die zweite Maschine des neuen Kraftwerks im Sommer läuft, wird das alte Werk abgestellt. Dann wird mit dem Abbruch der Altbauten, samt Eisensteg, begonnen. Denn die Zukunft liegt im neuen Kraftwerk Rheinfelden und nicht im abbruchfälligen, alten Gemäuer», hielt Verwaltungsratspräsident Hans Kuntzemüller an der 102. Generalversammlung der Aktionäre der Energiedienst Holding AG fest.

Altbau muss Natur Platz machen

Sehr deutliche Worte des Energiedienst-Verwaltungsratsvorsitzenden, der ergänzte: «Sowohl die Begleitkommission für die geplanten ökologischen Aufwertungs- beziehungsweise Ausgleichsmassnahmen als auch die Natur- und Umweltverbände widersetzen sich vehement dem Ruf nach dem Erhalt des alten Kraftwerks Rheinfelden. Es wird deshalb alles darangesetzt, dass das vorgesehene naturnahe Fliessgewässer gemäss Auflage in der Konzessionserneuerung realisiert werden kann. Bis Ende 2011 läuft die Frist für die Verwirklichung der Aufwertungsmassnahmen», hielt VR-Präsident Kuntzemüller vor den in der Tennishalle des Kraftwerks Laufenburg versammelten 156 Aktionärinnen und Aktionären weiter fest.

Und er ergänzte: «Unser Unternehmen hat ein spannendes Jahr hinter sich und ein noch spannenderes vor sich, mit dem Ziel, den Rückbau des alten Kraftwerks Rheinfelden und des Eisensteges termingerecht zu bewerkstelligen.»

Der Eisensteg rostet vor sich hin

Der Enkel des Erbauers des Kraftwerks Laufenburg wollte wissen, weshalb nebst dem alten Kraftwerk in Rheinfelden auch der Eisensteg weichen muss. Dazu Martin Steiger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG: «Weil der Rückbau des Stegs mit dem Kraftwerkabbruch einher gehen soll, ist die Instandhaltung in letzter Zeit nicht mehr in vollem Umfang erfolgt, sodass die Korrosion der Konstruktion inzwischen weiter fortgeschritten ist.» Mit anderen Worten, Energiedienst müsste investieren, und das wurde richtigerweise nicht mehr getan.

So rostet der Eisensteg, der bis zu seiner Beseitigung in wenigen Monaten nach wie vor gefahrlos benützt werden kann, weiter vor sich hin.

6 Prozent weniger Strom verkauft

Die Aktionärinnen und Aktionäre, die an der Generalversammlung 28896013 Stimmen vertraten, genehmigten sowohl den Jahresbericht als auch die Jahresrechnung 2009 sowie die konsolidierte Jahresrechnung und erteilten dem Verwaltungsrat Entlastung. Aus den Zahlen des Geschäftsjahres geht hervor, dass die Energiedienst Holding AG im Jahr 2009 fast 7,4 Milliarden Kilowattstunden Strom verkauft hat.

Ein Rückgang von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Aktionärsversammlung konnte ein Bilanzgewinn von rund 93,3 Millionen Franken ausgewiesen werden. Es wurde eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von Fr.1.40 pro Aktie genehmigt. (chr)

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