Oberengstringen

«Man kann noch mehr machen»

Die Kommission Zukunft Oberengstringen (ZOE) wurde ins Leben gerufen, nachdem der Gemeinderat letztes Jahr aufgefordert wurde, etwas zur Attraktivitätssteigerung der Gemeinde zu zun. Sie besteht aus fünf Vertretern der Ortsparteien, zwei Gemeinderäten und zwei ausgewählten Bürgern. Sie wird geleitet von Mark Würth (Bild), der beruflich als Leiter der Stadtentwicklung Winterthur tätig ist. (BHI)

Würth

Die Kommission Zukunft Oberengstringen (ZOE) wurde ins Leben gerufen, nachdem der Gemeinderat letztes Jahr aufgefordert wurde, etwas zur Attraktivitätssteigerung der Gemeinde zu zun. Sie besteht aus fünf Vertretern der Ortsparteien, zwei Gemeinderäten und zwei ausgewählten Bürgern. Sie wird geleitet von Mark Würth (Bild), der beruflich als Leiter der Stadtentwicklung Winterthur tätig ist. (BHI)

Eine Kommission gibt es bereits, bald kommt die Werkstatt: In Oberengstringen nimmt man die Zukunft ins Visier. Nun werden Strategien definiert.

Bettina Hamilton-Irvine

Herr Würth, die Kommission Zukunft Oberengstringen (ZOE) hat eine Attraktivitätssteigerung der Gemeinde zum Ziel - hat Oberengstringen eine Aufwertung nötig?
Mark Würth: Im Gegensatz zum Gemeindepräsidenten denke ich schon, dass wir das nötig haben. Dabei geht es um die längerfristige Sicherung einer attraktiven Zukunft - hier hat man lange keine richtigen Strategien kommuniziert. Wir haben viele Vorteile, aber man könnte noch mehr aus der Gemeinde machen. Das ist kein Vorwurf, sondern es geht darum zu erkennen, wo Handlungsbedarf besteht und darauf basierend konkrete Programme in Angriff zu nehmen.

Und wo besteht am meisten Bedarf?
Würth: Auf jeden Fall im Bereich Liegenschaften. Viele unserer Liegenschaften stammen aus derselben Zeit und zeigen Renovationsbedarf, und es gibt nicht mehr viele unbebaute Flächen. Weitere Themen sind die Gestaltung der Zürcherstrasse, das Zentrum sowie die Schulen. Auch Freizeit und Erholung sind ganz wichtige Bereiche. Aus unserer tollen Lage an der Limmat könnte man mehr machen. Ausserdem sollten Institutionen wie der Jazzclub gepflegt werden, denn sie machen uns einzigartig.

Wie geht die Kommission Zukunft vor, um diese Ideen umzusetzen?
Würth: Wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe bereitet eine Zukunftswerkstatt vor, die Ende November stattfinden wird, und an welche die ganze Bevölkerung eingeladen wird. Die zweite Gruppe ist die Strategiegruppe, die unter Beizug von Profis eruiert, wo Handlungsbedarf besteht und was es zu tun gibt. Danach werden die beiden Gruppen zusammengeführt.

Was erhoffen Sie sich von dieser Zukunftswerkstatt?
Würth: Wir möchten zusammen mit der Bevölkerung einen Blick zurück- und nach vorne werfen, Ideen formulieren und dann definieren, welche Aufgaben wir angehen wollen. Vielleicht kommen an der Konferenz ganz neue Themen auf, an die wir in unserer Vorarbeit noch gar nicht gedacht haben. Es darf ruhig auch einmal eine verrückte Idee geäussert werden, die vielleicht gar nicht machbar ist - denn daraus kann auch etwas entstehen.

Es geht um Oberengstringens Zukunft. Wie sieht für Sie die ideale Zukunft der Gemeinde aus?
Würth: In meinem idealen Oberengstringen läuft etwas und es wird bewohnt von interessanten Menschen, die gerne hier wohnen. Wir sollen uns hier wohl fühlen und so stolz auf unseren Wohnort sein, dass wir ihn auch gerne Freunden und Bekannten zeigen.

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