Sozialdemokratische Partei

Mathias Reynard und Priska Seiler Graf geben das Rennen um das Präsidium der SP Schweiz auf

Priska Seiler Graf ist überzeugt, dass sie und Mathias Reynard das richtige Team gewesen wären für die Spitze der SP Schweiz.

Priska Seiler Graf ist überzeugt, dass sie und Mathias Reynard das richtige Team gewesen wären für die Spitze der SP Schweiz.

Weil Mathias Reynard Walliser Staatsrat werden will, gibt auch seine Co-Kandidatin den Kampf um das Präsidium der SP Schweiz auf. Eine Einzelkandidatur komme nicht in Frage, erklärt die Zürcher Nationalrätin.

(agl) Da warens nur noch zwei: In einer gemeinsamen Medienmitteilung vom Montag schreiben Priska Seiler Graf und Mathias Reynard, das Coronavirus habe die politische Agenda auf den Kopf gestellt. «Diese neue Situation hat deutlich aufgezeigt, wie wichtig es ist, dass die SP in den Regierungen gut vertreten ist.» Nach zahlreichen Gesprächen mit seiner Co-Kandidatin und den Walliser Genossen hat Reynard darum laut Walliser Medien beschlossen, für den Staatsrat zu kandidieren.

Dort will Reynard den Sitz von Esther Waeber-Kalbermatten verteidigen, der einzigen Genossin und Frau in der Kantonsregierung. Würde der Nationalrat gewählt, könnte die Walliser Regierung somit wieder zu einem reinen Männergremium werden. Im Kampf ums SP-Präsidium verbleiben damit das Duo Mattea Meyer (ZH) und Cédric Wermuth (AG) sowie die Einzelkandidatur des Nidauer Martin Schwab.

Mit Reynards Rückzug endet auch die Kandidatur von Priska Seiler Graf. «Ich bin überzeugt davon, dass Mathias und ich zusammen genau das richtige Team gewesen wären.» Obwohl sie das Abenteuer gerne fortgesetzt hätte, verstehe sie, dass es «kompetente und motivierte Genossinnen» in den Kantonsregierungen brauche, lässt sich die Zürcher Nationalrätin in der Mitteilung zitieren. Eine Einzelkandidatur oder die Suche nach einem neuen Partner für ein Co-Präsidium der SP Schweiz komme für sie nicht in Frage, so Seiler Graf.

Wermuth und Meyer stehen nun im Fokus

Der Walliser Nationalrat Mathias Reynard und Priska Seiler Graf hatten sich als Co-Präsidium für die Nachfolge des nach zwölf Jahren abtretenden SP-Präsidenten Christian Levrat beworben. Die Wahl hätte eigentlich im April stattfinden sollen, wurde aber aufgrund der Coronakrise auf den Oktober verschoben.

Bisher standen zwei Duos im Fokus: Die Zürcher Nationalrätin Mattea Meyer spannt mit dem Aargauer Ratskollegen Cédric Wermuth zusammen. Ihnen gegenüber standen bislang Priska Seiler Graf und Mathias Reynard. Ende Februar wurde laut SP schliesslich noch eine dritte Kandidatur eingereicht. Der 25-jährige Martin Schwab von der SP Nidau dürfte den Ausgang der Wahl über die Levrat-Nachfolge jedoch kaum beeinflussen können.

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