Matura

Maturquoten: Die Walliser fallen am häufigsten durch

Blick in ein Schulzimmer - so mancher rasselt durch die Matur-Prüfung (Archiv)

Blick in ein Schulzimmer - so mancher rasselt durch die Matur-Prüfung (Archiv)

Tausende Jugendliche haben in den vergangenen Wochen die Maturaprüfungen absolviert. Doch die Chancen zu bestehen, sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Das ist ein grosser Nachteil für die Hochschulen

Nirgends rasseln die Schüler häufiger durch als im Wallis: 38 von 683 Maturanden (5,6 Prozent) haben ihr Abschlussexamen nicht bestanden. Das zeigt eine Umfrage der Zeitung «Der Sonntag». Hoch ist die Durchfallquote auch in den Kantonen Basel-Stadt (4,6 Prozent), Neuenburg (4,4 Prozent) oder Freiburg (4,3 Prozent).

Ganz anders die kleinen Kantone: In Appenzell Innerrhoden und Obwalden flog kein einziger Maturand durch die Prüfung. Aber auch in grösseren Kantonen wie Thurgau (0,4 Prozent), Aargau (0,9 Prozent) oder St. Gallen (1,1 Prozent) ist die Versagerquote deutlich tiefer.

„Es kann nicht das Ziel sein, einen Schüler nach vier Jahren durchfallen zu lassen", sagt Christoph Mattle, Leiter des Amts für Mittelschulen in St. Gallen. Dafür werde vorher konsequent ausgesiebt. Rund 20 Prozent scheiden laut Mattle noch vor der Abschlussprüfung aus, besonders in den ersten beiden Jahren.

Für Hochschulen sei es unvorteilhaft, wenn Kantone unterschiedlich streng benoten, sagt Stefan Vannoni von Economiesuisse. Die Unis bräuchten nicht möglichst viele, sondern möglichst talentierte Schüler. ETH-Präsident Ralph Eichler empfiehlt deshalb, eine Mindestnote in Mathematik und der Erstsprache einzuführen. «Das wäre ein Fortschritt», sagt Eichler gegenüber „Der Sonntag".

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