Schweiz

Nogroni statt Negroni: Alkoholfreie Getränke boomen

Immer weniger Schweizer trinken Alkohol: Sie greifen stattdessen lieber zu Alkoholfreiem.

Immer weniger Schweizer trinken Alkohol: Sie greifen stattdessen lieber zu Alkoholfreiem.

Coca Cola statt Wein und ungesüsster Eistee statt Bier: In der Schweiz steigt die Nachfrage nach alkoholfreien Getränken.

Die Schweizer trinken zunehmend weniger Alkohol. Davon profitieren die Hersteller alkoholfreier Alternativen, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. «Zurzeit spüren wir eine erhöhte Nachfrage nach Getränken mit vielfältigen und neuartigen Geschmäckern», sagt eine Sprecherin von Coop.

Dazu gehörten sogenannte Craft-Limonaden aus der Region und ungesüsste Eistees. Die Nachfrage nach alkoholfreiem Bier steige schon länger stetig an. Das merken auch die Hersteller. «Wir haben im vergangenen Jahr 15 Prozent mehr abgesetzt. Dieser Trend setzt sich fort», sagt eine Sprecherin von Feldschlösschen.

Beliebte Getränke haben weniger Zucker

Auch kleine Produzenten profitieren von der Entwicklung. Ysa Yaheya und Fabian Brunner brauen in Feldmeilen ZH seit 2012 Zobo-Limonaden. Im ersten Jahr hat Zobo 3500 Flaschen abgefüllt. Mittlerweile verkaufen Brunner und Yaheya über 150'000 Flaschen pro Jahr. Hersteller und Marktbeobachter erklären sich das einerseits mit einem gesteigerten Gesundheitsbewusstsein.

Die beliebten Getränke haben neben ihrer Alkoholfreiheit allerseits gemeinsam, dass sie weniger Zucker enthalten. Kathrin Leisi, Präsidentin des Verbands Barkeeper Union Schweiz, hat noch eine andere Erklärung. «Alkohol am Steuer wird allgemein nicht mehr toleriert und polizeilich stärker verfolgt als früher.»

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