«Wir sind auf Kurs»: Nora Kronig gibt sich zuversichtlich. Ihre wichtigsten Aussagen in der Sendung «TalkTäglich» am Mittwochabend.

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Nora Kronig
Schweizer Impfstrategin im TV-Talk: «Frau Kronig, hat die Schweiz zu spät zu wenig Impfstoffe gekauft?»

Sie wird heiss diskutiert in diesen Tagen: die Impfstrategie des Bundes. Zu wenig, zu spät, lautet die häufigste Kritik. Nora Kronig, Vizedirektorin des Bundesamts für Gesundheit und verantwortlich für die Impfstrategie, gibt sich im TalkTäglich der TV-Sender von CH Media überraschend zuversichtlich.

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(smo)

Machen. Das scheint das Credo zu sein von Nora Kronig. Jeden Tag werde sie mit neuen Problemen konfrontiert, die es zu verhindern oder zu lösen gelte, sagt sie. Selbst auf die Frage, wie sie bei einer solch fordernden Aufgabe zur Ruhe kommt, antwortet sie:

«Beim Machen, beim Probleme lösen, dabei, zuversichtlich zu sein, dass man vorankommt. Dabei, im Team den besten Weg für die beste Lösung zu finden.»

Während es immer wieder Kritik an ihrer Impfstrategie gibt, ist Nora Kronig, Vizedirektorin des Bundesamtes für Gesundheit, an diesem Mittwoch auch im TV-Studio nicht aus der Ruhe zu bringen. «Wir sind auf Kurs, wir kommen voran», sagt sie mehr als einmal. Ruhig wirkt sie dabei, gelassen und zuversichtlich.

Zuversichtlich sei sie, dass bis Ende Juni alle Schweizer Impfwilligen geimpft werden können:

«Unsere Lieferpläne bis im Sommer sind so orientiert, dass wir die Ziele, die wir uns gesetzt haben, erreichen können.»

Betreffend der Details antwortet sie eher ausweichend. Dazu, dass der Impfstoff von Astra Zeneca nicht in den Plänen des Bundes vorkommt und auf die Frage, ob er in der Schweiz verimpft werden soll, sagt sie: «Es ist eine laufende Planung und wir rechnen mit allen Möglichkeiten.»

Zum Impfstoff von Johnson & Johnson, der kürzlich zugelassen wurde, ohne dass die Schweiz bereits davon bestellt hatte, bezieht sie sich auf die Zeitplanung: «Das kam zu einem Zeitpunkt, der in diesem Sinn später ist, aber wir sind in der Beschaffung weiter offen.»

«Teilen Sie die Kritik, dass man zu zurückhaltend war in der Beschaffung?» fragt Moderator Oliver Steffen. Kronig: «Man hat gewusst, dass man mit einem ersten Quartal der Knappheit rechnen muss. Warum? Weil man im Privatsektor diese Produktionskapazitäten aufbauen muss.» In einem zweiten Quartal würden dann «sehr grosse Mengen» an Impfstoff zur Verfügung stehen. Schnellere Notzulassungen würden in der Schweiz nicht praktiziert, Gesundheitsdaten zu teilen wie in Israel, auch nicht.

«Wir waren bei den ersten, die mit Moderna einen Vertrag abgeschlossen haben, ich denke, man hat sich da wirklich bemüht, für die Schweizer Bevölkerung einen schnellen Zugang zu den besten Impfstoffen zu erreichen. Wir wollten zeitgerecht mit Europa sein, die Schnellsten zu sein, war nie ein Ziel.»

«Ich höre da null Selbstkritik heraus»,

doppelt Steffen nach. Ob denn die Kritiker einfach falsch liegen würden? Kronig: «Ich glaube, dass man sich bewusst sein muss, wo die Limiten sind, wenn es darum geht, was bei der Impfstoffproduktion und -verteilung erreicht werden kann. Man muss mit einer Knappheit rechnen am Anfang und die Frage ist, wie geht man damit um.»

Und doch: «Kein Mensch ist aus Teflon. Trifft sie diese Kritik manchmal auch?», fragt Steffen. «Mit Kritik muss man umgehen können, wenn man eine solche Verantwortung hat», sagt Kronig. Ihre Strategie: Weiter machen, dran bleiben, das beste draus machen.

Die Sendung «TalkTäglich» vom Mittwochabend mit Nora Kronig in voller Länge:

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