Oberaargau

Jetzt wird auch im oberen Langetental der Zusammenschluss der Spitex konkret: Ende April findet die Gründungsversammlung statt, die Fusion ist auf Jahresbeginn 2010 geplant. Die Klienten sollen davon nichts merken, denn gearbeitet wird mit den bisherigen Teams.

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Vier Spitex-Organisationen im oberen Langetental sind seit 2007 daran, den Zusammenschluss vorzubereiten - neben Ursenbach/Oeschenbach auch Eriswil/Wyssachen, Huttwil sowie Rohrbach und Umgebung. Im Hinblick auf ihre Hauptversammlungen informierten sie gestern per Mitteilung die Medien.

Eine Projektgruppe erarbeitet unter der Leitung des externen Beraters Markus Kopp aus Luzern die Grundlagen. Eine «Echogruppe» mit dem Trachselwalder Regierungsstatthalter Markus Grossenbacher an der Spitze prüft die Vorschläge jeweils auf ihre Verträglichkeit.

Nötig machen den Zusammenschluss die immer höheren Anforderungen an die Pflegenden und Betreuenden, die nach einer stärkeren Professionalisierung verlangen. Der Zusammenschluss in der Region Huttwil ist denn auch nicht der erste in der Region. In der Nachbarschaft war zum Beispiel die Region Lueg früher.

Noch ist nicht alles geregelt

Die Mitglieder der heutigen Spitex-Organisationen werden aber noch nicht auf alle Fragen eine Antwort erhalten, denn noch sind nicht alle Details geklärt. So hat sich die Projektgruppe zwar organisatorisch für ein Sitzgemeinde-Modell entschieden. Wer in den infrage kommenden Gemeinden den Sitz übernimmt, ist aber noch Gegenstand von Gesprächen.

Die neue Spitex-Organisation wird das Personal der bisherigen Organisationen übernehmen und auch die Teams in den Gemeinden, in denen sie arbeiten, belassen. Damit ist gewährleistet, dass die Klienten weiterhin auf die bekannten Gesichter zählen können und auch die Dienstleistungen bestehen bleiben.

Durch den Zusammenschluss wird auch die Möglichkeit geschaffen, das Angebot auszubauen, sofern dafür ein Bedürfnis besteht. Genannt werden ein Abend- oder Nachtdienst oder die Erreichbarkeit während des ganzen Tages.

Noch keine Namen

Noch werden an den Hauptversammlungen der Spitex-Organisationen keine Namen von Personen genannt, die die neue Organisation leiten werden. Klar ist, dass es eine neue Betriebsleitung mit der nötigen Ausbildung braucht.

Ob diese aber intern oder extern gefunden wird, ist ebenfalls noch Gegenstand von Gesprächen. Gerechnet wird damit, dass der Zusammenschluss im administrativen Bereich effizientere Lösungen möglich macht. Auch für den Vorstand werden keine Namen bekannt gegeben, denn noch liegen nicht für alle Chargen Zusagen vor.

Wie die vier Spitex-Organisationen mitteilen, stehen alle Vorstände geschlossen hinter der Fusion. Gestartet wird am 1. Januar 2010 mit den bestehenden Stützpunkten, und die Verantwortlichen gehen davon aus, dass man zusammen für allfällige neue Anforderungen an die ambulante Gesundheitsvorsorge im oberen Langetental besser gewappnet ist. (mz/jr/wst)

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