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Osterhasen aus dem Ausland: Schweizer kaufen deutsche Schoggi

Ein süsser Immigrant: Auch Marken wie Lindt verkaufen in der Schweiz Schokolade, die im Ausland hergestellt wurde.

Ein süsser Immigrant: Auch Marken wie Lindt verkaufen in der Schweiz Schokolade, die im Ausland hergestellt wurde.

Immer häufiger greifen die Schweizer Konsumenten statt zu den heimischen Köstlichkeiten zu Produkten aus dem Ausland. 2014 stieg die Importquote von Schokolade weiter an. Seit der Jahrtausendwende hat sie sich nahezu verdoppelt.

Schweizer kaufen zunehmend Schokolade aus dem Ausland. Dies berichtet die „Schweiz am Sonntag“. Im vergangenen Jahr stieg die Importquote im Schokoladenkonsum der Eidgenossen weiter von 36 auf 37%. Mehr noch: Seit der Jahrtausendwende hat sich der Anteil nahezu verdoppelt. Haben die Ausländer aufgeholt? Kommen sie an die Qualität der Schweizer Schoggi-Champions immer mehr heran?

Im Inland verkauften die 18 Anbieter, die im Verband Chocosuisse organisiert sind, 2014 rund 1,4% weniger als im Vorjahr. Nominal betrug der Umsatz noch gut 900 Millionen Franken. Für Chocosuisse-Direktor Urs Furrer sind steigende Importanteile nichts Neues. Diesem Trend seien viele Nahrungsmittel in der Schweiz ausgesetzt. Darunter Biskuits, dies offenbar aufgrund veränderter Verbrauchergewohnheiten. Zugleich ist für Furrer klar: «Seit 2008 hat sich die längerfristige Tendenz einer wachsenden Importquote infolge der Frankenstärke sichtbar akzentuiert», sagt er.

Dies gilt vor allem gegenüber dem Euro, der Ende 2007 noch mehr als 1.65 Franken kostete. Aus heutiger Sicht können Euro-Anbieter damit einen Währungsvorteil von 36 Prozent einfahren. Ein Teil der wachsenden Einfuhren entspringt konzerninternen Lieferungen. Die Goldhasen und Schokoladenteddys von Lindt & Sprüngli kommen alle aus Deutschland, wie die „Schweiz am Sonntag“ weiss – ebenso wie die Tafeln der neuen Jugendmarke «Hello».

Aufs Jahr gesehen stammen noch vier Fünftel der heimischen Verkäufe aus Schweizer Produktion, sagt Lindt-Sprecherin Sylvia Kälin. Für die Gesamteinfuhr der Branche geht Furrer von Chocosuisse ebenfalls davon aus, dass solche Eigenimporte 20% betragen.

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