Bezahlbare Krippenplätze sind in der Schweiz Mangelware. Eltern müssen teilweise bis zu einem Jahr warten, bis ein Platz für ihre Kinder frei wird. Dem will Otto Ineichen entgegenwirken. Der Nationalrat und Gründer von Ottos Warenposten plant 100 günstige Kinderkrippen. «Wir möchten schweizweit ein Angebot für bezahlbare Krippenplätze schaffen, damit auch der Normalverdiener und vor allem die Alleinerziehenden ihre Kinder in eine Krippe geben können», sagt er gegenüber der Agentur Keystone.

Ineichen will Qualität für seine Krippen garantieren. Dafür benötigt er motiviertes Personal. Es brauche nicht unbedingt ausgebildete Akademikerinnen. Deshalb möchte er vermehrt Eltern einsetzen, die selber Kinder haben und vor allem mit Herzblut dabei sind.

Seine Idee stösst auf grosses Interesse bei der Fachstelle Kind und Familien, da er mit einem Ausbildungsangebot den Mangel an Betreuungspersonal entgegen wirken will. Dazu möchte er den Müttern den Wiedereinstieg in die Berufswelt erleichtern. Denn das Anrecht auf einen Krippenplatz sollte für alle Familien gewährleistet sein.