Schweiz

Pelze in Geschäften: Ein Drittel war falsch deklariert

Aus diesen Fuchsfellen werden später Pelzprodukte. (Symbolbild)

Aus diesen Fuchsfellen werden später Pelzprodukte. (Symbolbild)

Viele Verkaufsstellen deklarieren ihre Pelzprodukte immer noch nicht korrekt. Zu diesem Schluss kommt der Bund in einem Bericht. Er ortet beträchtliche Wissenslücken und will die Kontrollen verstärken.

(rwa) Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat bei Kontrollen in der Periode 2019/2020 knapp 80 Prozent der Verkaufsstellen von Pelzprodukten beanstandet. Unter die Lupe nahm es dabei kleine Unternehmen, Internetanbieter wie auch grosse Geschäftsketten. In 110 von 142 Fällen seien die Mängel fristgerecht behoben worden, schreibt das BLV in einer Mitteilung vom Donnerstag. In 32 Fällen erliess es eine Verfügung und in 4 Fällen wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Von 6950 Pelzprodukten waren 63 Prozent korrekt deklariert.

Die Etikette von Pelzprodukten muss fünf Informationen enthalten: die Deklaration «Echtpelz», die zoologische sowie die wissenschaftliche Bezeichnung der Tierart, das Herkunftsland und die Gewinnungsart – also durch Aufzucht oder Fang des Tieres. Nach Ansicht des Bundes können die Kundinnen und Kunden ihren Kaufentscheid in voller Kenntnis der Sachlage fällen.

Pelzkragen oft falsch deklariert

Am meisten zu schaffen machten den Kontrolleuren Pelzjackenkrägen, die mehr als die Hälfte aller beanstandeten Produkte ausmachten. In den meisten Fällen stammten sie vom Marderhund, vom Polarfuchs oder von Nerzprodukten.

Das BLV will nun die Aufklärungsarbeit intensivieren und den Vollzug verschärfen. So verkürzt es etwa die Frist zur Korrektur von mangelhaften Deklarationen. Und wenn die Deklaration nach Ablauf der Frist nicht korrekt ist, leitet das BLV rechtliche Schritte ein.

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