Lokführer

Personalmangel bei den SBB: Nun sollen die Deutschen aushelfen

Ein Lokführer der SBB fährt einen Intercityzug (Archiv)

Ein Lokführer der SBB fährt einen Intercityzug (Archiv)

Weil es in der Schweiz an Lokführern mangelt, rekrutieren die SBB ihr Personal in Deutschland. Den selbst ausgebildeten Nachwuchs können die SBB erst in eineinhalb Jahren einsetzen.

Den SBB fehlt es an Lokführern. Deshalb haben die Bundesbahnen nun den Personalvermittler MEV Schweiz damit beauftragt, 40 ausgebildete Lokführer zu rekrutieren. Wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet, kommen diese Lokführer mehrheitlich aus Deutschland.

In der Schweiz sei der Markt «ausgetrocknet», sagt SBB-Sprecherin Lea Meyer der Zeitung. Die Lokführer sollen nach zusätzlichen Schulungen ab Ende Jahr im Einsatz stehen.

Zwar bilden die SBB dieses Jahr selbst 180 Lokführer aus, nächstes Jahr sollen es 200 sein. Weil diese aber erst nach eineinhalb Jahren eingesetzt werden können, mussten die Bundesbahnen eine Alternative finden. «Die Leistungen beim Personalvermittler MEV einzukaufen, ist eine gute Lösung, um schnell an gut ausgebildetes Personal zu gelangen», wird SBB-Sprecherin Lea Meyer zitiert.

Die SBB haben zurzeit zu wenig Lokführer, weil sie den Bedarf an Lokführern unterschätzt haben. Baustellen, die obligatorische Schulung für das neue Sicherungssystem ETCS 2 und neue Projekte wie die «Grüne Welle» auf den Schienen haben den Personalbedarf erhöht. «Rückblickend wurden deshalb vor zwei Jahren vier bis sechs Ausbildungs-Klassen à 12 Aspiranten zu wenig bestellt», sagt Meyer der «Schweiz am Sonntag».

Mittlerweile werben die SBB auch mit Anzeigen auf Facebook für den Beruf des Lokomotivführers.

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