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Rita Füeg neue Vize

Die Kampfkandidatin hat im Guldental gewonnen: FdP-Frau Rita Füeg vereinigt 520 von 860 Stimmen auf sich. Der bisherige SVP-Mann Rainer Roth liegt mit 200 Stimmen klar zurück.

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Aargauer Zeitung

Fabian Muster

Das Resultat bei den Gemeindevizepräsidentenwahlen in Mümliswil-Ramiswil spricht eine deutliche Sprache: Rita Füeg-Lisibach von der FdP holt sich mit genau 200 Stimmen Vorsprung vor SVP-Gegenkandidat und dem bisherigen Amtsinhaber Rainer Roth das Vizeamt. «Ich bin angenehm erfreut, offenbar traut man mir dies zu», so ihre erste Reaktion. Sie sei im Dorf verwurzelt und möglicherweise habe auch der Frauenbonus gewirkt, nennt die 46-Jährige mögliche Gründe. Dazu kommt: Die CVP hat als stärkste Partei intern aufgerufen, Füeg zu wählen.

«Ganz klar enttäuscht» zeigt sich hingegen der bisherige Amtsinhaber Rainer Roth. «So einen deutlichen Vorsprung von Füeg habe ich nicht erwartet.» Für den 33-Jährigen ist gar offen, ob er im Gemeinderat weiterarbeiten will. «Der Vertrauensverlust ist schon sehr gross.» Er werde mit der Partei absprechen, wie es weitergehen soll.

Unzufrieden ist Roth besonders mit dem Vorgehen der CVP: Sie war es, welche der FdP als drittstärkster Kraft im Dorf vorschlug, selbst anzutreten. Grund war die angebliche hohe Zahl der Absenzen von Rainer Roth. Dies irritierte die SVP. Sie berief sich auf ein «ungeschriebenes Gesetz» aller Parteien, wonach die zweitstärkste Partei Anspruch aufs Vizeamt habe (wir berichteten). «Problematisch daran ist», so Roth, «dass meine Gegenkandidatin Füeg als bisherige Ersatz-Gemeinderätin nur zwei Sitzungen mehr besuchte als ich.» Zudem habe ihm Gemeindepräsident Kurt Bloch im Frühling noch versprochen, sich für ihn einzusetzen. «Plötzlich war dies kein Thema mehr.»

Enttäuscht ist er auch von der FdP: Die SVP hat vor sechs Jahren die FdP-Vizekandidatur von Roger Allemann unterstützt. Gewählt wurde dann aber der CVP-Gegenkandidat. «Ich war als Vereinskollege im Wahlkomitee von Allemann», so Roth. Dass nun dieselben Leute gegen die SVP angetreten seien, sei «nicht so die schöne Art».

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