66 Mal sei beim Einklemmschutz ein Mangel in der Funktionsweise erkannt worden, wobei sieben nicht funktioniert hätten. Alle Mängel würden so schnell wie möglich behoben, heisst es. Die Sonderkontrolle soll am kommenden Mittwoch abgeschlossen sein.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat am Freitag eine Reihe von Massnahmen angeordnet, um die Sicherheit der EW IV-Wagen zu gewährleisten. Eine defekte Türe hatte Anfang August zum Tod eines Zugbegleiters geführt.

SBB wollen BAV wöchentlich Bericht erstatten

Die vom BAV angeordneten Massnahmen seien von den SBB in den letzten drei Wochen grossmehrheitlich bereits initiiert worden, sagte Toni Häne, Leiter Personenverkehr, am Freitag vor den Medien in Bern. «Wir werden die Türen umbauen, so dass sie sicherer werden.» Nach seinen Angaben werden die Einheitswagen IV (EW IV) noch bis in die 2030-er Jahre hinein rollen.

«Die Anordnungen des BAV ergänzen unsere Massnahmen, sie machen Sinn», erklärte SBB-CEO Andres Meyer an der Medienkonferenz. Die Sicherheit gehöre zu den drei «Topzielen» des Konzerns.

«Der tragische Unfall steckt uns immer noch tief in den Knochen», sagte der CEO. «Aber die Bahn muss weiter funktionieren.» Und es müsse auch gesagt werden: «Die Eisenbahn ist das sicherste Transportmittel.»