Fahrplanwechsel 2015

SBB schlagen schon wieder auf: GA und Tageskarten werden teurer

Der Reisende wird es noch stärker im Portemonnaie zu spüren bekommen.

Ein SBB-Ticket ab Fahrplanwechsel am 14. Dezember?

Der Reisende wird es noch stärker im Portemonnaie zu spüren bekommen.

Der Fahrplanwechsel im öffentlichen Verkehr am 14. Dezember ist vor allem im Portemonnaie spürbar. Einzig das Halbtax-Abo und die 9-Uhr-Tageskarte schlagen nicht auf. Das GA, die Tageskarten und Busbillette werden teurer - im Schnitt um 2,9 Prozent.

Der Fahrplanwechsel im öffentlichen Verkehr am 14. Dezember ist vor allem im Portemonnaie spürbar. Einzig das Halbtax-Abo und die 9-Uhr-Tageskarte schlagen nicht auf. Generalabonnements, die normalen Tageskarten und auch zahlreiche Busbillette werden teurer – im Durchschnitt um 2,9 Prozent.

Auf den 50 wichtigsten Fernverkehrstrecken müssen die SBB im Gegenzug täglich mindestens 5000 Billette mit einer Vergünstigung zwischen 30 und 50 Prozent anbieten.

  • Einzelbillette kosten ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2,9 Prozent mehr.
  • Generalabonnements (GA): Für Erwachsene in der 1. Klasse beträgt der Aufschlag 2,9 Prozent oder 170 Franken, in der 2. Klasse sind es 3,0 Prozent oder 105 Franken.
    GA für Junioren und Studierende schlagen um je 2,8 Prozent auf, jene für Senioren um 3,0 Prozent. Für Behinderte wird das 1.-Klass-GA um 2,9 Prozent teurer und dasselbe Abonnement für die 2. Klasse schlägt um 3,0 Prozent auf.
  • Einen Aufschlag gibt es auch bei den Tageskarten, die mit dem Halbtax-Abonnement einen Tag lang als GA benutzt werden können: Die Karte für die 1. Klasse kostet ab Dezember 2014 124 Franken, was einen Aufschlag um 3 Franken bedeutet. Für die 2. Klasse kostet die Tageskarte 2 Franken mehr, nämlich 73 Franken.
  • Teurer werden auch touristische Postautofahrten in die Berge und über Pässe. Dafür wird das Alpine Ticket abgeschafft. Dieser Zuschlag auf knapp 40 Postautostrecken für Tageskarten- und GA-Reisende führte oft zu Reklamationen und Verspätungen.

Eishockey-Haltestelle in Fribourg

Auch wer den Autoverlad am Lötschberg nutzt, muss ab Mitte Dezember tiefer in die Tasche greifen. Der Verlad eines Autos oder eines Wohnmobils kostet von Montag bis Donnerstag neu 27 Franken statt 22 Franken. Freitags, samstags und sonntags beträgt der Tarif neu 29.50 statt 27 Franken. Neu gibt es ein Jahresabonnement und Rabatt auf Internet-Tickets.

Weitere Neuerungen sind kosmetischer Art. Mit dem Fahrplanwechsel werden drei SBB-Haltestellen umbenannt: Der Bahnhof Bern Ausserholligen SBB heisst ab kommendem Sonntag neu Bern Europaplatz. Cossonay in der Waadt wird neu Cossonay-Penthalaz genannt und Pfungen-Neftenbach bei Winterthur ZH neu lediglich Pfungen.

Eishockeyfans, die nicht im Fanzug mitreisen, steht in Freiburg eine neue Bahnhaltestelle zur Verfügung, um zum Stadion des HC Freiburg-Gottéron zu gelangen: Die Haltestelle Fribourg/Freiburg Poya. Rund 70 Züge der Berner S-Bahn-Linie 1 (Thun-Bern-Freiburg) halten ab dem Fahrplanwechsel neu an dieser Haltestelle.

Die Region Freiburg gilt dieses Jahr als Gewinnerin des Fahrplanwechsels: Zwischen Freiburg und Romont FR sowie zwischen Freiburg, Payerne VD und Yverdon-les-Bains VD gilt wochentags neu der Halbstundentakt.

Mehr und bequemere Fahrten

Die Reisenden auf der Gotthard-Strecke sowie zwischen Bern und Biel dürfen sich auf modernere Züge freuen. Auf der Gotthard-Strecke wird der pannenanfällige Cisalpino mit Zügen des Typs ETR 610 ersetzt. Diese verfügen über bequeme Sitze und viel Platz für Gepäck. Im Tessin geht zudem die grenzüberschreitende Linie S40 in Betrieb. Sie verbindet während der Hauptverkehrszeit Albate-Camerlata (I) über Como (I) und Mendrisio mit der neuen Haltestelle von Stabio.

Im Wallis bringt der neue Fahrplan Verbesserungen, aber auch Verschlechterungen: In Leuk VS wird wegen Bauarbeiten statt zwei nur noch eine Interregio-Verbindung pro Stunde angeboten. Zwischen Zermatt und Fiesch wird hingegen der Halbstundentakt eingeführt.

Halbstundentakt gibt es neu auch zwischen St. Gallen und Arbon TG. Die Reise mit dem Bus dauert noch 25 Minuten und wird neu über den Bahnhof Wittenbach geführt. Zwischen Romanshorn TG und St. Gallen verkehren täglich zwei zusätzliche Zugpaare, womit der Halbstundentakt verlängert wird. Der Regio-Express Zürich-Chur wird neu am Abend in Flums SG halten.

Grenzüberschreitende Tramlinie

In Basel wird zudem die verlängerte Tramlinie 8 in Betrieb genommen. Die Neubaustrecke nach Weil am Rhein ist 2,6 Kilometer lang. Davon liegen 1,6 Kilometer auf deutschem Gebiet. Die Verlängerung der Linie 8 ist der erste grenzüberschreitende Strassenbahnbau in Europa seit über 75 Jahren. (SDA)

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