Todesfall
Schweizer Polarforscher Konrad Steffen in Grönland tödlich verunfallt

Der Schweizer WSL-Direktor Konrad Steffen befand sich für Forschungsarbeiten im «Swiss Camp» nahe Ilulissat in Ostgrönland. Lokalen Informationen zufolge stürzte er in eine Gletscherspalte.

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"Ein grossherziger Mensch und engagierter Wissenschaftler", schreibt das WSL auf seiner Homepage über den verstorbenen Konrad Steffen.
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Konrad Steffen.
Steffen mit der ehemaligen Bundespräsidentin Doris Leuthard.
In Grönland, wo er auch ums Leben kam.
Bei der Eröffnung des Biosicherheitlabors.
Mit dem ehemaligen Bundesrat Johann Schneider-Ammann.
Der Schweizer war seit 2012 Direktor des WSL.

"Ein grossherziger Mensch und engagierter Wissenschaftler", schreibt das WSL auf seiner Homepage über den verstorbenen Konrad Steffen.

CH Media

(wap) Am Montag meldete die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) den Tod ihres Direktors Konrad Steffen. Er sei am Samstag bei Forschungsarbeiten in Grönland tödlich verunglückt, so die WSL. Direktion und Mitarbeitende seien «erschüttert und fassungslos.» Steffen befand sich im «Swiss Camp», einer Schweizer Forschungsstation auf dem Inlandeis nahe der ostgrönländischen Ortschaft Ilulissat. Zu den Umständen des Unfalls macht die WSL keine Angaben.

Die grönländische Zeitung «Sermitsiaq» meldete am Sonntag, dass bei der Polizei am Samstag um 17.26 eine Vermisstmeldung eingegangen sei. Die grönländischen Behörden hätten daraufhin eine Suchaktion gestartet. Am Sonntag Mittag fanden sie eine Spur auf dem Gletscher. Alles deute darauf hin, dass der Mann in eine Gletscherspalte gefallen sei, zitiert «Sermitsiaq» den lokalen Polizeichef Brian Thomsen.

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