Angst vor Terror
Sicherheitspersonal an Konzerten wird aufgestockt – steigen nun die Ticketpreise?

Seit den Terroranschlägen in Paris oder Berlin stocken die grossen Konzerthallen und Veranstalter der Schweiz ihr Sicherheitspersonal auf.

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Im Zürcher Hallenstadion sind nach den Terror-Anschlägen in Europa die Sicherheitsmassnahmen überprüft worden. Bessere Kontrollen und mehr Zeit sollen die Sicherheit der Konzertbesucher verbessern.

Im Zürcher Hallenstadion sind nach den Terror-Anschlägen in Europa die Sicherheitsmassnahmen überprüft worden. Bessere Kontrollen und mehr Zeit sollen die Sicherheit der Konzertbesucher verbessern.

KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Felix Frei, Direktor des Zürcher Hallenstadions, sagt zur „Schweiz am Sonntag“, es seien diverse Sicherheitsmassnahmen angepasst worden und in vielen Eventformaten werde ein höheres Aufgebot an Personal eingesetzt. Dadurch seien zusätzliche Infrastrukturkosten angefallen.

Bisher hätten die deswegen höheren Sicherheitskosten keinen Einfluss auf die Tickets, da die Mehrkosten durch das Hallenstadion getragen würden. „Mittelfristig ist jedoch damit zu rechnen, dass die generell höheren Sicherheitsanforderungen und -kosten auch auf die Veranstalter überwälzt werden müssen“, lässt sich Frei zitieren.

Ein Sprecher des Basler Erziehungsdepartements wiederum sagt der Zeitung, bei jedem Grossevent in der St. Jakobshalle besprächen sich Vertreter der Halle und der Polizei im Voraus. Dabei gehe es auch um eine Einschätzung möglicher Gefahrenlagen.

In der Vergangenheit sei es „vereinzelt zu einer Anpassung der Konzepte“ gekommen. Auf die Ticketpreise habe dies allerdings keinen Einfluss. Eine solche könnte das Publikum nachhaltig verärgern.

Hallenstadion-Chef Felix Frei sagt der „Schweiz am Sonntag“, die Ticketpreise seien mittlerweile „am obersten Limit“ angelangt. Das lasse sich auch im Kaufverhalten feststellen. Schuld daran sei vor allem die „aktuelle Marktüberflutung mit Konzerten, Festivals und Open-Airs“.

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