Schweiz

Solothurn verschärft Coronamassnahmen – hält aber an Grossveranstaltungen fest

Solothurn hält zwar weiter an Grossveranstaltungen fest. Frau Landammann Brigit Wyss erachtet neue aber kaum noch als bewilligungsfähig. (Archivbild)

Solothurn hält zwar weiter an Grossveranstaltungen fest. Frau Landammann Brigit Wyss erachtet neue aber kaum noch als bewilligungsfähig. (Archivbild)

Solothurn verschärft ab Donnerstag die Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus. Doch Grossveranstaltungen bleiben vorerst erlaubt. Auch wenn sie – anders als in Bern und Basel – «kaum mehr bewilligt» würden.

(ldu/sat) Das sagte Frau Landammann Brigit Wyss am Mittwoch vor den Medien in Solothurn. Derzeit sei im Oktober noch eine Grossveranstaltung im Kanton bewilligt, nämlich ein Match des EHC Olten kommenden Dienstag gegen den HC Thurgau. Zudem sagte Wyss, man habe versucht, die Verschärfungen mit den Nachbarkantonen Baselland, Basel und Bern abzusprechen und ähnliche Massnahmen zu ergreifen.

Konkret gilt ab Donnerstag und vorerst bis Ende Januar nun auch im Solothurnischen eine Beschränkung auf 300 gleichzeitig anwesende Personen in Clubs sowie eine Sperrstunde für Bars und Clubs zwischen 1 und 6 Uhr. Zudem führt nun auch der Kanton Solothurn eine Beschränkung auf 50 Personen bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen ein, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann und keine Schutzmassnahmen ergriffen werden. Und auch im Bildungsbereich gibt es eine Verschärfung: Für alle, die an den Schulen tätig sind, gilt in Innenräumen bei Nichteinhaltung der Distanzregel neu ebenfalls eine Maskenpflicht.

Nachbarkantone sind bereits vorgeprescht – ausser der Aargau

In Bern gilt derweil bereits seit Montag ein Verbot für Grossveranstaltungen und der Kanton Basel-Stadt hat ein solches am Mittwoch per sofort beschlossen. Dieses betrifft in erster Linie die Matches des FC Basel. Und ab November hat auch Baselland eben beschlossen, keine Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen mehr zu bewilligen.

Anders im Aargau: Dort hat der Kantonsärztliche Dienst am Mittwoch dem FC Aarau die Bewilligung erteilt, Matches auch mit mehr als 1000 Personen durchführen zu können. Allerdings behält sich der Kanton laut einer Mitteilung des FC Aarau explizit die Option offen, auch bereits bewilligte Matches aufgrund der Pandemie kurzfristig abzusagen. «Wir sind sehr froh über diesen für den FC Aarau wegweisenden Entscheid», wird Geschäftsführer Roland Baumgartner in der Mitteilung zitiert.

Wie die Solothurner Behörden am Mittwoch weiter informierten, sind im Kanton bislang 1395 bestätigte Coronafälle aufgetreten. Allein seit Dienstag seien 65 dazugekommen. 12 Personen befinden sich demnach im Spital, davon drei auf einer Intensivstation und zwei müssen beatmet werden. All diese Zahlen seien damit deutlich höher als bisher. Und es wird auch im Solothurnischen ein weiterer Anstieg befürchtet.

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