Gesundheit
SP-Frau Doris Stump will Gratis-Pille für junge Frauen

Die Aargauer SP-Nationalrätin Doris Stump will die Krankenkassen zwingen, jungen Frauen die Anti-Babypillen zu bezahlen. So will sie verhindern, dass es zu Abtreibungen kommt. Noch im Dezember will sie im Parlament den Vorstoss einbringen.

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Antibabypillen

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Keystone

Stump reagiert damit auf eine Volksinitiative, die verlangt, dass Schwangerschaftsabbrüche von Krankenkassen nicht mehr bezahlt werden. Die Initianten verlangen, dass die Frauen selbst dafür aufkommen.

Die Initiative dürfte wohl zustande kommen. Bereits 83'000 Schweizerinnen und Schweizer hätten das Begehren unterschrieben, sagt die Solothurner CVP-Nationalrätin Elvira Bader, Co-Präsidentin der Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Sie geht davon aus, dass bis im Juli 2011 die nötigen 100'000 Unterschriften zusammenkommen.

10'000 Abbrüche pro Jahr

Heute kommt es in der Schweiz jährlich zu gut 10'000 Schwangerschaftsabbrüchen, welche die Krankenkassen 15 bis 20 Millionen Franken kosten.

Stump hatte bereits im Frühling eine Motion eingereicht, mit der sie Verhütungsmittel als krankenkassenpflichtig erklären lassen will. Der Bundesrat hat die Motion bereits abgelehnt. Nun will sie eine abgeschwächte Version einbringen. (rsn)

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