Jolanda Urech

Stadtratskandidatin Jolanda Urech hängt gerne Wäsche auf und radelt schon mal auf die Gotthardpasshöhe

Kandidiert erneut für den Stadtrat: Jolanda Urech

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Kandidiert erneut für den Stadtrat: Jolanda Urech

Wenn Politiker reden, sagen sie selten etwas. Ein Grund mehr für unsere Redaktion, den Kandidatinnen und Kandidaten für die Aarauer Gemeindewahlen am 27. September auf den Zahn zu fühlen - mit einem Fragebogen, der den Amtsträgern mehr als Lappalien entlockt. Den Anfang macht Stadtratskandidatin Jolanda Urech (56, SP, bisher).

Wo und wie haben Sie gewohnt, als Sie 21 Jahre alt waren?
Jolanda Urech:
Mit 21 Jahren machte ich gerade die Matur an der alten Kanti in Aarau und wohnte noch zuhause in Schönenwerd, in der Nähe des Sportplatzes.

Was schätzen Sie, wie viele Gault Millau-Punkte bekämen Sie für Ihre Kochkünste?
Urech: Ich koche leidenschaftlich gern und verwöhne meine Familie oder Freunde für`s Leben gern! Ob`s für vier Kochmützen reicht? Zum Kochen brauche ich in der Regel keine!

Ist Sport für Sie Mord, oder eher das Gegenteil?
Urech:Ich fahre fürs Leben gern Velo, sei's im Alltag oder in den Ferien. Diese Bewegung entspricht mir total und schafft einen wunderbaren Ausgleich zur Kopfarbeit. Unvergesslich bleibt für mich der Aufstieg auf der Tremola bis auf die St.Gotthard Passhöhe - vor vier Jahren, kurz nach den Stadtratswahlen.

Wodurch werden Sie morgens am liebsten geweckt? Und wie oft kommt dies tatsächlich vor?
Urech:Am liebsten erwache ich mit dem Gezwitscher der Vögel. Dieses fröhliche Schnabulieren motiviert mich total, sodass ich voller Freude die Bettdecke zurückschlage.

Interessiert es Sie, was die Leute über Sie denken?
Urech
: Ja. Sowohl Lob als auch konstruktive Kritik.

Wer in Ihrer Familie oder in Ihrem Freundeskreis versorgt Sie mit den neusten Nachrichten?
Urech: Beim Frühstück lese ich die Zeitung, gegen Abend lese ich News im Internet oder schaue die Tagesschau. Der lokale Klatsch jedoch wird sowieso nur durchs Buschtelefon verbreitet und gelangt jeweils irgendwann und auf verschiedenen Wegen zu mir!

Welcher Kinofilm hat Sie zuletzt zum Nachdenken angeregt?
Urech: Kürzlich sah ich im Open Air Kino in Aarau „Der Vorleser". Diese Geschichte hat mich sehr berührt und Gedanken ausgelöst zur Frage der Schuld und Vergebung.

8Welche Song/Interpret/-in hören Sie derzeit am liebsten in Ihrem CD- oder MP3-Spieler?
Urech: Im Moment bin ich ein grosser Fan von Katie Melua. Ich kann von ihren Songs nicht genug kriegen.

Wo haben Sie Ihre schönsten Ferien verbracht?
Urech: Fast alle Ferien, die ich verbringe, sind die schönsten: Mitten in der Kulturmetropole Berlin, am Sandstrand von Apuliens ionischem Meer, am Filmfestival in Locarno oder in den stotzigen Bergen des Calancatals.

Welches Haustier käme für Sie nie in Frage?
Urech: Ich liebe Katzen über alles! So auch unseren schwarzen Kater Schmeichel (16) und das Tigerli Madame Schnurr (15). Ich könnte nie ein Haustier haben, das in einem Käfig leben müsste.

Was ist für Sie das wichtigste Informationsmittel im Arbeitsalltag?
Urech: Ich bin eine passionierte Zeitungsleserin und je länger je mehr auch begeistert vom Internet, welches den Zugang zu allem, was mich interessiert, in Sekundenschnelle herstellt.

Meine Held/-innen im wirklichen Leben - und in der Geschichte:
Urech: Held/-innen sind Menschen, die, unabhängig vom Zeitgeist, ihren Weg gehen und ihre Überzeugung leben, beseelt sind von einer Idee und ihre Fähigkeiten einsetzen zum Wohl der Gesellschaft. Sie hinterlassen Spuren.

Was ist Ihr ganz persönliches Glück?
Urech: Glück empfinde ich oft unverhofft und manchmal in ganz alltäglichen banalen Momenten: beim Wäschehängen im Garten, die Sonne scheint, die Katze schnurrt mir um die Beine und die Wäsche flattert im Wind. Für einen Moment steht die Zeit still - ich empfinde Glück.

Interview. Claudia Landolt Starck

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