Hochschule

Studenten sollen an Unis auch mal fehlen dürfen

Studenten sollen an der Uni auch mal fehlen dürfen.

Studenten sollen an der Uni auch mal fehlen dürfen.

Die Werkstudenten an der Uni können aufatmen: Die Uni-Rektoren wollen die Präsenzpflicht etwas lockern, wie es in einem Positionspapier heisst. Bisher war eine strikte Präsenzpflicht vorgeschrieben.

Wer studiert und nebenher arbeitet, wird an Universitäten immer noch benachteiligt. Darum erlässt die Konferenz der Universitäts-Rektoren CRUS Richtlinien zum Umgang mit Teilzeitstudenten. "Die Universitäten sollen davon Abstand nehmen, Studenten drastisch zu bestrafen und vom Studium auszuschliessen, nur weil sie einmal ein Semester lang keine Punkte erreicht haben", sagt CRUS-Präsident Antonio Loprieno der "NZZ am Sonntag".

Unter anderem soll die bei Studenten verhasste Anwesenheitskontrolle gelockert werden. "Präsenzlisten sollen im Prinzip vermieden werden", schreibt die CRUS in einem neuen Positionspapier. Die absolute Präsenzpflicht soll nur noch dann zur Bedingung gemacht werden, wenn auf die aktive Beteiligung am Unterricht nicht verzichtet werden kann.

Die Studiengänge müssen laut CRUS ausserdem so gestaltet werden, dass werktätige Studenten ihr Studium auch unabhängig vom Besuch der Universität bewältigen können - etwa indem Lerninhalte online abrufbar seien. Gemäss Bundesamt für Statistik sind etwa drei Viertel aller Studierenden an Hochschulen werktätig. Die neuen Grundsätze der CRUS, welche Benachteiligungen für diese Studenten beseitigen sollen, treten spätestens 2015 in Kraft, wie es im Positionspapier heisst.

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