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Team: Grün und doch typisch Baden

Ihre Exponenten Geri Müller oder Jonas Fricker teilen sie zwar mit den Grünen. Doch ihre politische Mission heisst Baden. Seit 1967 mischt die eigenständige Partei in der Stadtpolitik mit. Und das mit Erfolg.

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Roman Huber

«Wir kochen auch nur mit Wasser. Aber wirken gezielter.» Ihre Rezepte heissen Mobilitee, Qualitee, Electricitee, Activitee und Creativitee. Mit der bereitgestellten Mischung an 22 Köpfen verschiedenen Alters, unterschiedlicher Berufsherkunft und aus allen Quartieren wolle man, dass es in den Bereichen Verkehr, Bildung, Energie, Kultur und Engagement in Baden vorwärtsgehe, so bringt das Team das Wahlmotto auf den Punkt.

Unabhängig und sachbezogen

Wer im Team Baden mitmacht, tut dies wegen Baden und nicht wegen einer politischen Gesinnung. Trotzdem hat die Partei von jeher ihre Linie. Punkto Ökologie und Nachhaltigkeit politisiert sie deckungsgleich mit den Grünen. «Doch das heisst nicht, dass das Team grün ist.» Wer dies sagt, ist der ehemalige Parteipräsident der Grünen Aargau, Jonas Fricker, Grossrat der Grünen und ehemals Badener Einwohnerrat und nun wieder Kandidat. Neben Geri Müller, Nationalrat der Grünen, ist er der prominenteste Teamler.

Team: Die Kandidierenden

Ruth Müri Leupp, Tomislav Kokot, Hannes Streif, Elisabeth Susi Burger-Ruflin, Stefan Brand, Yahya Hassan Bajwa, Markus Wälty (alle bisher), Olivier Funk, Verena Speiser Niggli, Jonas Fricker, Samia Guemei, Luca Wälty, Susanne Slavicek, Stephan Erne, Iva Marelli, Benjamin Steiner, Mladen Saracevic, Conrad Garbade, Florian Anderegg, Fritz Bosshardt, Pascal Gomez, Sari Abusaleh (alle neu).

Vor vier Jahren war das Team noch Hauptakteur bei der Kurpark-Initiative gewesen. Es seien vielleicht nicht die grossen Aktionen oder Vorstösse gewesen, mit denen man diesmal für Aufsehen gesorgt habe, so Kokot, sondern eher die kontruktiven Beiträge in den Ratsdebatten. Hinzu kam, dass man gleich drei Wechsel in der vergangenen Legislatur hinnehmen musste und mit Jonas Fricker (tritt nun wieder an), Stefan Keller und Christian Isler drei bestandene Politiker ziehen lassen musste.

Stadt Baden hat Qualitäten

Das Thema Verkehr hat auch beim Team hohe Priorität. Man bietet nicht einen Entstopfungs-, sondern vielmehr einen Beruhigungstee. Den «Langsamverkehr» hat man sich auf die Fahne geschrieben. Fussgänger- und Veloverkehr fördern und die Infrastruktur entsprechend gestalten ist die Devise. Beim Projekt Schulhausplatz, das vom Kanton so diktiert werde, seien zu viele Fragen offen. Man müsse das Problem bei den Wurzeln anpacken. Konsequent pförtnern, den öffentlichen Verkehr fördern und die Stadtbahn auf den Tisch bringen, das ist die Stossrichtung des Teams. Und ob der Bus - bei dieser teuren Lösung - gänzlich aus der Weiten Gasse verschwinden soll, müsse man gründlich überlegen.

Keine Schnellschüsse, das ist auch das Rezept beim Kurtheater. Markus Wälty findet es positiv, dass hier Alternativen geprüft würden. Florian Anderegg wünscht sich aber, dass die Subkultur, die freie Kulturszene, die ohne Kommerz funktioniere, ebenfalls eine Chance erhalte, doch dazu brauche es Raum.

Höhere Erwartungen stellt das Team an die Stadt punkto Nachhaltigkeit in Energiefragen. Das Goldlabel reiche nicht, so Fricker. Das Team möchte in Baden die 2000-Watt-Gesellschaft lancieren. Eine zeitgemässe Schule nach dem Kleeblatt-Debakel und gute Betreuungsangebote sind weitere Themen, wie die Integration über das Vereinsleben - gerade im Hinblick auf den Zusammenschluss mit Neuenhof - , die das Team mit seiner Politik im Rat vertreten will. Dort soll vermehrt eine Wertediskussion stattfinden, wie man sie in den Reihen des Teams pflege, fügt Kokot an.

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