Unfälle

Tempo 30 und Telefonverbot: Beratungsstelle sieht Handlungsbedarf im Strassenverkehr

Bei Unfällen in bewohntem Gebiet gebe es oft Schwerverletzte, stellt die BFU fest.

Bei Unfällen in bewohntem Gebiet gebe es oft Schwerverletzte, stellt die BFU fest.

Auf Schweizer Strassen sterben viel weniger Menschen als früher: 2019 waren es noch 187. Dennoch müsse noch viel getan werden, findet die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU.

(wap) Verbesserungspotenzial sieht die Beratungsstelle besonders beim Verkehr innerorts. Während die Zahl der Unfälle auf Landstrassen und Autobahnen deutlich abgenommen habe, sei sie innerorts gleich geblieben, so das am Dienstag veröffentlichte «Sicherheitsbarometer 2020». Dies sei bedauerlich, da es gerade innerorts oft Schwerverletzte gebe.

Neben Infrastrukturmassnahmen sei deshalb mehr Vorsicht bei den Verkehrsteilnehmern gefragt. Ein wirksames Mittel sei ausserdem eine Temporeduktion innerorts, so die BFU. Eine Befragung habe gezeigt, dass 59 Prozent der Bevölkerung Tempo 30 in Dörfern und Quartieren befürworten würden. Auch ein allgemeines Telefonverbot am Steuer bringt die BFU ins Spiel. 51 Prozent der Bevölkerung unterstützten eine solche Massnahme.

Problematisch sei auch der Umgang mit Alkohol am Steuer. «In der Schweiz wird öfter angetrunken gefahren als in den meisten anderen europäischen Ländern», schreibt die BFU in einer Medienmitteilung. Einer Studie zufolge gäben in der Schweiz 34 Prozent der Befragten an, sie seien im letzten Monat alkoholisiert gefahren. In Frankreich liege dieser Wert bei 29 Prozent, in Deutschland bei 18 Prozent, in Ungarn bei 5 Prozent.

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