Schweiz

Travail Suisse wehrt sich gegen vollständige Öffnung des Strommarktes

Geht es nach dem Bundesrat, sollen bald auch Haushalte einen Stromanbieter auswählen können.

Geht es nach dem Bundesrat, sollen bald auch Haushalte einen Stromanbieter auswählen können.

Der Bundesrat will den Strommarkt liberalisieren. Vergessen gingen dabei die Beschäftigten der Elektrizitätswirtschaft, sagt die Dachorganisation der Arbeitnehmenden.

(gb.) Am Freitag hat Bundesrätin Simonetta Sommaruga die Pläne zur vollständigen Liberalisierung des Strommarktes vorgestellt. Demnach könnten bald nicht nur Grosskunden, sondern auch Haushalte ihren Stromlieferanten selber wählen.

Gemäss Travail Suisse, der Dachorganisation der Arbeitnehmenden, hätte dies einen erhöhten Druck auf die Arbeitsbedingungen und Löhne in der Elektrizitätsbranche zur Folge. In einer Mitteilung heisst es, der Verband bedauere, dass der Bundesrat nicht auch flankierende Massnahmen für die Beschäftigten vorgesehen hat. Konkret fordert er einen Gesamtarbeitsvertrag für die Branche. Gehe der Bundesrat nicht auf die Bedürfnisse der Beschäftigten ein, lehne der Verband die geplante Öffnung des Strommarktes ab.

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