Arbeitsmarkt

Trotz Corona: Mehr Jugendliche als noch im Vorjahr machen eine Lehre

Eine  Coiffeuse in Ausbildung. 2020 wurden mehr Lehrversträge unterzeichnet als noch im Vorjahr. (Symbolbild)

Eine Coiffeuse in Ausbildung. 2020 wurden mehr Lehrversträge unterzeichnet als noch im Vorjahr. (Symbolbild)

Rund 76'500 Lehrverträge sind in der Schweiz bis Ende September abgeschlossen worden. Das sind leicht mehr als im Vorjahr. Im Tessin und in der Zentralschweiz liegt man aber noch unter dem Vorjahreswert.

(mg) Fertig Schule, ab ins Berufsleben: Wie das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (Sbfi) am Dienstag mitteilt, haben sich 76'420 Personen für eine Lehre entschieden und bis Ende September einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Das sind etwas mehr als im Vorjahr und damit vor Corona. Wie das entsprechende Monitoring zeigt, wurden in den Regionen Nordwestschweiz, Zürich, Ostschweiz und lémanique mehr Lehrverträge abgeschlossen. Im Mittelland, der Zentralschweiz und dem Tessin dagegen weniger.

Aber auch da zeigt sich das Sbfi noch zuversichtlich: «Mit Blick auf die Verlängerung der Frist für Lehrvertragsabschlüsse bis Ende Oktober 2020 stehen die Chancen gut, dass noch weitere Jugendliche, insbesondere in Regionen, die die Vorjahreswerte noch nicht erreicht haben, eine Lehrstelle finden», heisst es in der Mitteilung.

Jugendarbeitslosigkeit verhält sich wie in Vorjahren

In den Sommermonaten hätten Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt «ihre Massnahmen zur Stabilisierung des Lehrstellenmarktes intensiviert». Das habe zu dieser erfreulichen Anzahl Lehrverträge geführt. Wegen der Coronapandemie wurde wiederholt die Befürchtung geäussert, dass gerade Lehrstellensuchende einen schwierigen Stand hätten.

Ebenfalls positiver als erwartet ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt nach der Lehre. «Hinsichtlich der Integration auf dem Arbeitsmarkt entwickelte sich die Zahl der arbeitslosen Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger über die Sommermonate 2020 ähnlich wie in den Vorjahren», heisst es in der Mitteilung. Konkret bedeute dies: «Nachdem sich im Juli und August traditionell vermehrt Schul- und Lehrabgänger/innen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren meldeten, bildete sich die Jugendarbeitslosigkeit im September bereits wieder zurück

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