Intelligentes Zuhause

Trotz grossem Interesse sind Smart-Home-Technologien kaum im Einsatz

Die intelligente Steuerung der Haustechnik ist bezahlbar, sagen Experten.

Die intelligente Steuerung der Haustechnik ist bezahlbar, sagen Experten.

Smart-Home-Technologien zum intelligenten Wohnen machen das traute Heim komfortabler, effizienter und sicherer. Trotzdem sind sie kaum im Einsatz, wie eine Umfrage von homegate.ch zeigt. Besonders in einem Bereich sind die Zahlen ernüchternd.

Den aktuellen Stromverbrauch auf dem Handy ablesen, aus der Ferne überprüfen, ob man den Herd ausgeschaltet hat, oder die Balkontür vor Einbrechern sichern – der Einsatz von Smart-Home-Technologien ist gross. Eine Umfrage von homegate.ch zeigt, dass Herr und Frau Schweizer die Entwicklung in diesem Bereich interessiert mitverfolgen. Etwa die Hälfte kann sich zukünftig vorstellen, in den Bereichen Energie, Klima und Gesundheit vernetzte Geräte zu nutzen. Im Einsatz sind die intelligenten Helfer aber kaum. 

Einig sind sich alle befragten Personen, dass smarte Lösungen dann interessant werden, wenn damit Geld gespart werden kann. Ausserdem belegt die Erhöhung der Sicherheit in allen Landesteilen Spitzenplätze, wenn es um die Bedürfnisbefriedigung durch Smart Home geht. Während in der Deutschschweiz vor allem auch die Bedienung einfach und unterhaltsam sein soll, interessieren sich die Westschweizer mehr dafür, dass für sie weniger Arbeit im Alltag anfällt.

Insgesamt sind über ein Drittel der Befragten bereit, in den Bereichen Einbruchschutz, Beleuchtung und Klimageräte/-steuerung einen Aufpreis für smarte Lösungen zu bezahlen. Reinigungs-, Küchengeräte und Entertainmentsysteme wurden dabei weit weniger genannt.

Es braucht noch Aufklärungsarbeit

In allen Landesteilen sind die generelle Technikaffinität, die Freude an technischen Gadgets sowie die gewünschte Fortschrittlichkeit die drei meistgenannten Gründe für die Nutzung von Smart-Home-Lösungen. Das lässt vermuten, dass sie bisher vor allem von sehr technikaffinen Menschen genutzt werden, die Akzeptanz ansonsten noch eher minim und bislang nicht beim Massenmarkt angekommen ist.

Hindernisse wie fehlendes Erkennen der Bedürfnisse, Angst vor unbefugten Zugängen zum System, Datenschutz und hohe Kosten stehen einer breiten Nutzung derzeit noch im Wege. Das Angebot an Smart-Home-Lösungen scheint noch nicht genügend ausgereift und die Technologie zu fragmentiert, um ein ganzheitliches smartes Ökosystem zu bieten.

Die fehlende Bekanntheit der Angebote wird oftmals als Grund für die Nichtnutzung genannt. Das zeigt, dass es auf Anbieterseite noch Aufklärungsarbeit braucht. 15% der deutschsprachigen Schweizer finden solche Technik sogar suspekt.

Steuerung via Smartphone

Bei der Bedienung sind sich die Befragten einig. Zwei Drittel bevorzugen das Smartphone, um das smarte Zuhause zu steuern.

Von den vorgeschlagenen Smart-Home-Angeboten stösst die Idee einer real-time Übersicht des Stromverbrauchs nach Steckdose mit 31% auf das grösste Interesse. Darauf folgen die personalisierte Anwesenheitssimulation (25%) und die sich nach Körpertemperatur regulierende Heizung (21%). (dko)

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